Schüler können bald neue Dreifachsporthalle nutzen

Strahlende Gesichter bei der Besichtigung der neuen Dreifachsporthalle: 80 Prozent aller beteiligten Firmen stammen aus Günzburg und dem Landkreis. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.

Stadt und Landkreis investieren 5 Millionen – Halle wird nach Bruno Merk benannt



Günzburg. Nach nicht einmal zweijähriger Bauzeit steht die neue Dreifachsporthalle am Südlichen Burgfrieden kurz vor der Fertigstellung. Landrat Hubert Hafner, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Schulrektor Ralf Klügl, Vertreter der Stadtverwaltung sowie des Landratsamtes und die ausführenden Planer vom Architekturbüro Nething und Ott haben den Neubau besichtigt. Der Schulchor unter Leitung von Christine Lerch sorgte für die musikalische Umrahmung.

Die Dreifachsporthalle mit Sport- und Konditionsraum sowie drei Spielflächen ist Teil der „Günzburger Schulmeile“ und somit der ideale Standort, erklärte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in seiner Ansprache. Weil die vorhandenen Kleinhallen nicht mehr den Unterrichts-Anforderungen genügten, entschieden Stadt und Landkreis, den Bedarf mit einer neuen Dreifachsporthalle zu decken. Hinzu kam, dass Sportvereine wie der VfL Günzburg, FC Türk Günzburg, TSV Wasserburg Trainingsmöglichkeiten suchten. Durch den Neubau gibt es sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport Platz.

Bei den Planungen legte das Team um Stadtbaumeister Georg Dietze und Architekt Matthäus Ott viel Wert auf eine nachhaltige und einladende Architektur. Die Ostfassade wurde durch eine auffallende Lamellenfassade, die als Sonnenschutz dient, gegliedert. Die gesamte Außenfassade wurde mit Lärchenholz verschalt. Sämtliche tragenden Wände des Neubaus wurden als Sichtbetonwände ausgeführt. Experimentell ist der grüne Linoleumboden als Kontrast zum blauen Hallenboden im Inneren der Halle. Innentüren und die Holzvertäfelung der Sporthalle sowie die Bänke in den Umkleidekabinen wurden mit Kieferfurnieren ausgeführt. Beschläge und Griffe erhielten eine gebürstete Edelstahloberfläche.

Eine neu konzipierte Prallwandunterkonstruktion mit Holzvertäfelung, mehrere Sprossenwände, zwei massive Trennvorhänge, die lichte Höhe von durchgängig sieben Metern etwa für Wettkämpfe im Volleyball und Basketball machen die Halle zu einem flexiblen Sportzentrum. Für die perfekte Akustik sorgen Holzprallwände und die schallabsorbierende Trapezblecheindeckung.

Dank der Oberlichtbänder und der nach Osten sich großzügig öffnenden Fassade wirkt die Halle zudem leicht und lichtdurchflutet. Sonnenstandsabhängige Lamellen und tageslichtabhängige LED-Technik sorgen für gleichbleibende Lichtverhältnisse und zusätzliche Beschattung im Sommer. Eine wärmeabhängige Kippautomatik an den Fenstern dient der Nachtabkühlung.

Das Gebäude wurde in Passivhausbauweise errichtet. Nach dem Kinderhaus auf der Hagenweide und der Grundschule Süd-Ost ist es bereits der dritte städtische Neubau im Passivhausstandard, lobte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Die benötigte Restwärme wird von der nahegelegenen Holzhackschnitzelanlage bezogen. Über ein dezentrales Lüftungssystem wird die Wärme der Abluft zurückgewonnen.

Nach Rückbau der alten Sporthalle werden der großzügige Vorplatz vom Burgfrieden sowie die Außensportflächen mit Rasenspielfeld und Hartplatz wieder angelegt. Dann steht die Dreifachsporthalle auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung. Im Sommer soll es soweit sein.

Benannt wird das Sportzentrum nach Dr. Bruno Merk, der sich während seiner politischen Laufbahn um den Breitensport besonders verdient gemacht hatte. Die Bauarbeiten unter Leitung des städtischen Stadtbauamtes begannen Juli 2012. Der umbaute Raum umfasst 18.146 Kubikmeter. Die Nutzfläche beträgt 2.281 Quadratmeter. Die Gesamtkosten für das Projekt am Südlichen Burgfrieden betragen rund fünf Millionen Euro.
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin "günzburger" | Erschienen am 19.04.2014
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.