Jugend-Lichtschießveranstaltung im Schützenheim Nornheim

.. gar nicht so einfach, hier ruhig zu bleiben
 
Konrad Radinger war für die Software zuständig
Günzburg: Schützenheim Nornheim | Im Schützenheim Nornheim fand vor kurzem eine Premiere der besonderen Art statt. Es ging um die Vorstellung und um die Demonstration, wie man Schüler, die das Mindestalter von 12 Jahren noch nicht erreicht haben, in den Schießsport einführen kann, ohne Sportwaffen und ohne Munition.
Zur Information muss gesagt werden, dass es diesen Kindern laut Waffengesetz noch nicht erlaubt ist mit Luftdruckgewehren zu üben. Um nun auch diese Kindern in den Verein integrieren zu können, haben sich einige Vereine "Lichtgewehre" angeschafft, so auch der Schützenverein Nornheim.
Für die Kinder dieser Altersgruppe gab es nur folgendes Angebot, sie konnten an regelmäßigen Terminen in einer beaufsichtigten „Bastelgruppe“ teilnehmen. Ein Schießtraining mit Luftdruckgewehren war für sie jedoch nicht möglich. Nach der Anschaffung von Lichtgewehren, das sind moderne und völlig ungefährliche Sportgeräte, können nun auch diese Kinder trainieren und so ihre Konzentration und Treffsicherheit verbessern.

In einem Schauwettkampf zwischen zwei Schülermannschaften von Leinheim und Nornheim, mit je vier Teilnehmern, wurde den anwesenden Gästen der Umgang mit solchen Lichtgewehren demonstriert. Für die teilnehmenden Kindern galt es bei diesem Lichtgewehr- Wettkampf, eine möglichst hohe Trefferquote zu erzielen.

Das besondere Novum bei dieser Demonstration mit Lichtgewehren war, dass die anwesenden Gäste in der Schützenstube den Vergleichskampf "online" mit verfolgen konnten. Das heißt, die von den einzelnen Teilnehmern erzielten Treffer wurden sofort von einem "Beamer" auf eine Großleinwand projiziert. So konnte unmittelbar nach Abgabe eines Schusses, dieser sofort auf der richtigen Position, auf einer dort sichtbaren Schießscheibe, dargestellt werden. (das heißt, eigentlich fällt bei dieser Methode gar kein Schuss, sondern es wird nur der Abzug am Lichtgewehr betätigt )

Möglich macht das eine eigens dafür entwickelte Technik und Software. Beim Zielvorgang wird lediglich ein Lichtstrahl vom Lichtgewehr auf das Präzisionsziel gerichtet. Die Position dieses Lichtstrahles wird im Moment der Abzugsbetätigung elektronisch ausgewertet und danach als "Schuss" auf die Leinwand projiziert. Die so ermittelten Treffer, können mit dieser speziellen Software nicht nur in verschiedener Art und Weise darstellt werden, sondern zusätzlich kann auch noch der Name oder sogar ein Bild vom jeweiligen Schützen mit auf die Anzeige gebracht werden. Für die Kinder war dieser Wettkampf eine aufregende aber auch spannende Angelegenheit. Durch die Anwesenheit von den prominenten Funktionären und der Video-Kamera und den Fotoapparaten hatten sie etwas Lampenfieber und konnten sich dadurch nicht wie gewohnt konzentrieren. Aber spätestens bei der Siegerehrung die vom Bundesjugendleiter des DSB, Herrn Josef Locher vorgenommen wurde, war die Anspannung verschwunden. Alle Wettkampfteilnehmer erhielten eine von ihm persönlich unterschriebene Siegerurkunde und zusätzlich einen kleinen Preis. Der Mannschafts-Pokal wurde, auf Grund eines knapp besseren Ergebnisses, den Kindern von Nornheim überreicht.

Die anwesende Vorstandschaft des Schützenverein Nornheim, 1. Schützenmeister Gerhard Böck,
2. Schützenmeister Helmut Nimsgern, Kassierer Markus Stoll, Sportleiter Dietmar Wieser, Schriftführerin Ingrid Schmidt und Rudolf Mayer, der maßgeblich an der Beschaffung der Lichtschießanlage beteiligt war, freuten sich über den reibungslosen Ablauf der Vorführung und bedankten sich am Ende bei allen Gästen, bei den Kindern Nornheim und bei Allen die zum guten Gelingen beitrugen.
Dank ging auch an die Kinder von Leinheim und ihren 1. Schützenmeister Arthur Nistler, die durch ihre Teilname diesen Vergleichswettkampf ermöglichten.

Zu dieser Demonstration waren führende Persönlichkeiten im Schützenwesen, vom Deutschen Sportschützenbund, vom Bayerischen Sportschützen Bund, vom Schützengau „Günzburg Land“, von Sportwaffenhersteller, sowie Vertreter der örtlichen Presse eingeladen.

Im einzelnen sind erschienen:

Josef Locher, Bundesjugendleiter vom „Deutschen Sportschützen Bund“
Gerhard Furnier, Landessportleiter vom „Bayerischen Sport Schützen Bund „
Otto Regele, 1. Gauschützenmeister vom Schützengau „Günzburg Land“
Reinhold Kraus, 2. Gauschützenmeister vom Schützengau „Günzburg Land“
Joachim Tillmann, 1. Gaujugendleiter vom Schützengau „Günzburg Land“
Gerhard Böck, 2. Gaujugendleiter vom Schützengau „Günzburg Land“
Christian Tillmann, 3. Gaujugendleiter vom Schützengau „Günzburg Land“
Mannfred Wörz, Geschäftsführer von Carl Walther Sportwaffen
Sandra Kraus, Vertreterin der örtlichen Presse, der „Günzburger Zeitung“

Claus-Peter Schlangenhauf, Öffentlichkeitsreferent und Chefredakteur
bei der „Bayerischen Schützenzeitung“

Ulrike Übelacker-Kühn, Redakteurin „Bayerischen Schützenzeitung“

Peter Strobel, beauftragt vom „Bayerischen Sport Schützen Bund“
einen Imagefilm über das Sportschießen zu drehen

Konrad Radinger, Programmierer der Software "WM-light" KonRad Software GmbH

Info zu verwendeten Technik:
Licht Training System (LTS), bestehend aus Lichtgewehr, einem elektronischen Präzisionsziel, einem Steuer- und Auswertgerät das einen Kleincomputer und Display, sowie eine Daten-Schnittstelle zur Übertragung an externe Auswertgeräte enthält.
Um die Darstellung an der Großleinwand zu ermöglichen, wurde zusätzlich ein Notebook, das die spezielle Software "WM-light" enthielt, ein 15m VGA-Kabel und ein Beamer eingesetzt.
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4 Kommentare zum Beitrag
3.507
Helmut Nimsgern aus Günzburg am 26.01.2010 um 15:15 Uhr  
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Brigitte Mayer aus Ichenhausen am 27.01.2010 um 20:37 Uhr  
3.507
Helmut Nimsgern aus Günzburg am 28.01.2010 um 17:52 Uhr  
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Helmut Nimsgern aus Günzburg am 22.02.2010 um 23:51 Uhr  
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