Günzburger Handballdamen mit Sieg im Gebäck von Freising
Sie haben sich die Worte ihrer Trainer scheinbar zu Herzen genommen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge und Kritik seitens der Übungsleiter haben die Handballerinnen des VfL Günzburg ihr Landesliga-Spiel beim SC Freising klar mit 31:22 (12:12) gewonnen. Besonders auffällig: Gleich neun verschiedene Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. Das, so Trainer Harald Jekel, spreche für eine ausgeglichene und engagierte Mannschaftsleistung.
Zunächst taten sich die Günzburgerinnen aber noch enorm schwer. Nach den beiden Pleiten in den vergangenen Spielen ziemlich verunsichert, vergaben sie Chancen über Chancen. Allein fünf Siebenmeter wurden verworfen, dazu zahlreiche hundertprozentige Möglichkeiten. Allerdings lagen die VfL-Frauen immer in Führung. „Wir konnten unser Spiel zunächst nicht umsetzen, wie wir das gewollt hätten, und haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, meint Jekel. Zur Halbzeit stand es daher 12:12.
Im zweiten Durchgang zündeten die Weinroten allerdings ihren Turbo. Was Jekel dabei besonders imponiert hat: Jede Spielerinnen hat gekämpft, sich voll und ganz integriert. Vor allem über den Kreis und mit brandgefährlichen Kontern drehte der VfL die Begegnung zu seinen Gunsten. Genau, wie es vom Trainergespann vorgegeben worden war. „Wir haben aus einer gesicherten Abwehr heraus mit schnellen Bällen nach vorne gespielt“, erklärt Jekel.
Lief in den vergangenen Spielen viel über Silvia Mayr-Kuffner im Rückraum, so brachten sich dieses Mal alle Spielerinnen ein. „Scheinbar haben es jetzt alle verstanden, dass jede einzelne mitspielen muss. Die Mädels haben das umgesetzt, was wir schon lange trainiert haben“, so der Trainer. Das machte den VfL schließlich noch unberechenbarer.
VfL-Tore: Jorga (7/3), Schaaf (6), Apel (5), Märkl (3/2), Mayr-Kuffner, Frank, Aust, Reisbach, Deutschenbauer (je 2).




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