„ Das ist Sport vom Feinsten, die Strecke auf der Günz gehört zum Besten was es im Schülerkanusport in Deutschland gibt. Selbst ich fahr heute noch immer wieder gern diese toll ausgebaute Rennstrecke. Ist sie doch jedes Mal eine Herausforderung.“ so die Aussage des 4 fachen Kanuweltmeisters (1955, 57, 63 u. 65) Manfred Vogt aus Ulm, der es sich nicht nehmen ließ dieses sportliche Großereignis vor seiner Haustür zu besuchen. Ca. 200 Fahrer und Fahrerinnen aus 60 Vereinen des gesamten Bundesgebietes waren am vergangenen Wochenende angereist um ihre Deutschen Meister im Slalom in den Bootgattungen Kanu und Canadier auf der Günz zu ermitteln. Ca. 300 Starts in Qualifikation, Halbfinal- und Finalläufen waren in zwei Tagen abzuwickeln, bis die Sieger in den einzelnen Bootsklassen feststanden. Für drei Tage waren die Ufer an Günz und Donau zum Nabel des Deutschen Schülerkanusports geworden. Landrat Hubert Hafner, der 2. Günzburger Bürgermeister Anton Gollmitzer und VfL Vorstand Gerhard Skrebbas hatten bereits am Freitagabend die Mannschaftsführer im Rahmen eines Empfangs im Kanuheim des VfL Günzburg im Beisein von Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft in der Donaustadt recht herzlich willkommen geheißen. Die gastgebende Kanuabteilung von Günzburgs größtem Sportverein hatte keine Mühen gescheut um den Gästen nicht nur eine tolle Rennstrecke sondern auch einen schönen Aufenthalt hier im Schwabenland zu bieten. So war im benachbarten Waldbad auf der anderen Donauseite eine kleine Zeltstadt mir mehr als hundert Zelten entstanden und auf der Donau herrschte ein reger Bootsverkehr zwischen Waldbad und Kanuheim. „Was die Günzburger hier abgeliefert haben, ist schon aller Ehren wert und nicht so leicht zu toppen.“ stellte die Kanuolympiasiegerin von 1992 in Barcelona Elisabeth Micheler-Jones anerkennend fest. Betreute sie doch als Trainerin die Fahrer und Fahrerinnen von Kanu-Schwaben Augsburg bei diesem Kanu-Event. Bei idealem Wetter und optimalem Wasserstand verlangte die anspruchsvolle Strecke verlangte großes Können, Kraft und Geschicklichkeit von den Teilnehmern. Insbesondere die erste Walze an Tor 1 und 2 sowie die Schlusskombination vor dem Ziel wurde vielen Fahrer und Fahrerinnen zum Verhängnis und endete mit einer Reihe Kenterungen, die immer wieder den Einsatz der Sicherheitskräfte der Günzburger Wasserwacht erforderten. Als schnellster aller Starter bewältigte Thomas Strauß vom AKV Augsburg im Einerkanu in der Schülerklasse K 1 A die ca. 250 m lange Strecke in 121,76 Sek. Schnellste Fahrerin in 131,97 Sek war Stella Mehlhorn vom TSV Gera-Zwötzen, ebenfalls im Einerkanu. „ Wir kommen sehr gern wieder zu einem Rennen auf die Günz.“ so der zufriedene Tenor vieler Teilnehmer.