Rote Karte für McDonald’s?
Nein, so einfach wird es sich die Stadt Günzburg dann nicht machen; doch die Rote Karte gibt es künftig am Schalter vom McDrive: bei jeder Bestellung wird sie beigegeben. Eine gemeinsame Aktion von Stadt Günzburg und McDonald’s: der zunehmenden Vermüllung durch die Hinterlassenschaften von McDrive-Kunden im gesamten Stadtgebiet wird damit der Kampf angesagt.
Ob Kleingärtner, Privatleute, städtischer Bauhof oder die Mitarbeiter der Verwaltung: jeder wird mit Müll von McDonald’s -Tüten und Bechern oder Klagen darüber konfrontiert. „Die Haltung der Kunden des McDrive“, so die städtische Umweltfachkraft Christine Hengeler, „ihren Abfall überall dort zu hinterlassen, wo sie gerade mit Essen und Trinken fertig sind, können wir nicht tolerieren. Wer verpackte Ware kauft, wird damit nicht von der Verantwortung entbunden, diese Verpackung in einen Abfallkorb oder zu Hause in seine Restmülltonne zu werfen!“.
Aus diesem Grunde wurde die in der Stadt für Müllsünder angewandte Rote Karte für die Ausgabe am McDrive-Schalter neu konzipiert. Die Karte wird bei jeder Bestellung am McDrive-Schalter mitgegeben. Wird jemand erwischt, der Kleinverpackungen aus dem Autofenster wirft oder nach Beendigung der Mahlzeit den Abfall einfach zurücklässt, zahlt er für diesen Verstoß 20,00 €.
„Schließlich haben wir bei Aktiv. In Günzburg. ehrenamtliche Helfer, die übers Jahr große Bereiche der Stadt in ihrer Freizeit sauber halten. Da passt es nicht, wenn die Stadt zuschaut, wie andere den Müll einfach wegwerfen“, meint Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer. „Ein der Stadt gemeldeter Verstoß wird also auch verfolgt.“
Unterstützt wird die Aktion von der McDonald’s-Filiale in Günzburg. Zudem sind jede Stunde Mitarbeiter der Filiale unterwegs, um die Umgebung sauber zu halten.
„Wir müssen sehen, was die Aktion letztlich bringt“, bestätigt auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig den städtischen Einsatz. „Die Aktion ‚Saubere Stadt‘ kann nur mit möglichst vielen Akteuren erfolgversprechend laufen. Nur wenn viele Bürger mitziehen, wenn viele hinschauen, wo mit Abfällen verantwortungslos umgegangen wird, haben wir unser Ziel der Sauberen Stadt erreicht; doch das Bewusstsein für Sauberkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt müssen bereits geweckt werden, solange der Mensch noch in den Kinderschuhen steckt! “


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