Wie Kinder sich durch Achtsamkeit selbst regulieren lernen - Fachveranstaltung im Landratsamt Günzburg

von links: KoKi-Fachkraft Frau Neugebauer, KoKi-Fachkraft Herr Volz, KoKi-Fachkraft Frau Martens, Diplom Pädagogin/Referentin Frau Scharnagel und die Pädagogische Leitung beim Amt für Kinder, Jugend und Familie Frau Hellenthal
Beim gemeinsamen Spielen auf andere Rücksicht nehmen, sich nicht gleich wütend auf den Boden werfen, wenn es nicht jetzt, sondern erst später Schokolade gibt, beim Mittagessen abwarten, bis alle gegessen haben, der Mama oder der Erzieherin zuhören, etc.

Es gibt unzählige Situationen, in denen Kinder gefordert sind, sich selbst und ihr Verhalten zu regulieren.

Die zuständigen Fachkräfte aus den Bereichen der Familienbildung und der Koordinierenden Kinderschutzstelle KoKi- Netzwerk Frühe Kindheit vom Amt für Kinder, Jugend und Familie hatten zu einer Fachveranstaltung mit dieser Thematik eingeladen. Angesprochen wurden über 70 Fachkräfte, haupt- und ehrenamtliche Akteure aus den Bereichen der Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit sowie aus dem Gesundheits-Erziehungs-und Bildungswesen.

Als Referentin konnte die Diplom-Pädagogin Susanne Scharnagel, frühere wissenschaftliche Mitarbeiterin am Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) von Prof. Manfred Spitzer, gewonnen werden.
In ihren Ausführungen wies Susanne Scharnagel darauf hin, dass wissenschaftliche Studien gezeigt haben, dass die Fähigkeit sich selbst zu regulieren, sehr wichtig ist für eine gelingende Entwicklung von Kindern.

Selbstregulierung bildet die Basis sowohl für die sozial-emotionale Entwicklung als auch für erfolgreiches Lernen. Deshalb ist es lohnenswert, diese Fähigkeit bei Kindern gezielt zu fördern und zu entwickeln. Achtsamkeit ist eine besonders wirksame Möglichkeit, Selbstregulation bei Kindern zu entwickeln. Die Referentin verdeutlichte die dazu notwendigen hirnorganischen Prozesse sehr verständlich an Fallbespielen aus der Praxis.

Sie deutete auch darauf hin, dass die eigene Auseinandersetzung mit den Themen Regulation und Achtsamkeit eine wichtige Voraussetzung dafür ist, Kinder bei dieser Entwicklungsaufgabe unterstützen zu können.

Die Referentin demonstrierte dem Fachpublikum in sehr anschaulicher Weise, mit welchen Möglichkeiten und Übungen dies gelingen kann.

Die Fachkräfte äußerten sich durchwegs begeistert über die innovativen Impulse, die ihnen für ihren Praxisalltag mitgegeben wurden, wie auch über die Möglichkeit des persönlichen Einübens von Achtsamkeit .Das insgesamt positive Stimmungsbild durchzog sich bis zum fachlichen Austausch der Teilnehmer/-Innen am Ende der Fachveranstaltung.
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