Stofftragetasche versus Plastiktüte

Im Beisein von Werkleiter Karl Schmid übergibt Abfallberaterin Stephanie Hörmann Landrat Hubert Hafner die erste neu beschaffte Stofftragetasche (v. l. n. r. Werkleiter Kreisabfallwirtschaft Karl Schmid, Abfallberaterin Stephanie Hörmann, Landrat Hubert Hafner)
Die Abfallberaterin des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes Stephanie Hörmann hat jetzt die erste neu beschaffte Stofftasche an Landrat Hubert Hafner übergeben. Diese ist ab sofort und solange der Vorrat reicht, beim Kreisabfallwirtschaftsbetrieb erhältlich.

Stephanie Hörmann plant und organisiert für den Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in ihrer Funktion als Abfallberaterin Aktionen zum Thema Abfallvermeidung. „Die EU hat der Plastiktasche den Kampf angesagt – wir schon lange!“, erklärt Stephanie Hörmann.

Mit der modern gestalteten Stofftragetasche und dem flotten Spruch und dem Wortspiel „Plastik ertrag/trag ich nicht!“ möchte der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb die Bürgerinnen und Bürger für diese Problematik sensibilisieren. Sie sollen motiviert werden selbst einen Beitrag dazu zu leisten, die Plastikflut im Alltag zu verringern.

„Machen Sie mit gegen die Plastikflut – ein wenig umdenken schützt nachhaltig Umwelt, Mensch und Tier.“, bestärkt Landrat Hubert Hafner die Bürgerinnen und Bürger.

Bei der Auswahl der Stofftragetasche wurden bewusst ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt und auf Nachhaltigkeit gesetzt. Ganz nach der Devise "Bio und Fair" besteht deshalb die Mehrwegtragetasche aus umweltfreundlicher Biobaumwolle die unter fairen Bedingungen erzeugt wurde.

„Aber nicht nur die Plastiktüte ist das Problem – die allgemeine Plastikflut, der man als Konsument schon fast nicht mehr entkommen kann, stellt ein zunehmendes Problem für Umwelt, Mensch und Tier dar. Berge an Plastikverpackungen werden nach dem Einkauf oft unbedacht mit nach Hause transportiert und die Anreicherungen von Kunststoffteilchen in der Natur nimmt stetig zu.“, berichtet Stephanie Hörmann.

In Deutschland wird knapp die Hälfte aller erfassten kommunalen Abfälle recycelt und ist damit europäischer Spitzenreiter. Gemessen an der Abfallhierarchie aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz stellt dies jedoch nur den drittbesten Lösungsansatz der Abfallwirtschaft dar.

„Es liegt an jedem Einzelnen, Abfälle zu vermeiden, um auch hier in Deutschland nicht nur das Recyceln und Trennen von Abfällen, sondern auch die Abfallvermeidung in den Fokus zu setzen. Das Konsumverhalten der Bürgerinnen und Bürger regelt Angebot und Nachfrage. So kann die Industrie durch ein bewusstes Einkaufsverhalten zu weniger Verpackungsmüll bewegt werden.“, erklärt die Abfallberaterin.

Stephanie Hörmann betont: „Ein Anfang ist sicher der Verzicht auf die Plastiktüte und die Verwendung von Mehrwegtasche, Rucksack oder Korb. Seit der starken Zunahme an Einwegplastikflaschen aus dem Supermarkt, ist auch die Mehrwegflasche ein wichtiger Ansatz bei der Abfallvermeidung. Weiterhin kann beim Einkaufen gezielt darauf geachtet werden, stark verpackte Produkte zu meiden. Oft gibt es Alternativen dazu. Ein Konsumverhalten, das regionale und saisonale Produkte bevorzugt, ist in der Regel immer abfallärmer und umweltfreundlicher.“


Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Günzburg führt regelmäßig Aktionen zum Thema Abfallvermeidung durch. Weitere Informationen zum Thema Abfallvermeidung und Mikroplastik finden Sie unter
www.kaw.landkreis-guenzburg.de/infos-zum-abfall/abfallvermeidung.de
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.01.2015 | 17:58  
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Jost Kremmler aus Potsdam | 11.10.2016 | 21:26  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.10.2016 | 23:45  
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