Stadt fördert ökologisches Bauen OB Jauernig: Günzburg setzt als erste Stadt in Nordschwaben ein Zeichen für nachhaltiges Bauen

Die Stadt will ökologisches Bauen künftig noch stärker fördern. Bauherren, die im Neubaugebiet Nornheim II bauen, sollen von dem Sonderförderprogramm profitieren können (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
Seit vielen Jahren setzt sich die Stadt Günzburg mit einem eigenen Klimaschutzkonzept für eine schonende und nachhaltige Ressourcennutzung in Günzburg ein. Jetzt geht die Große Kreisstadt noch einen Schritt weiter und unterstützt mit einem kommunalen Förderprogramm ökologisches Bauen im Privatbereich. Die entsprechenden Förderrichtlinien hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung verabschiedet. Günzburg ist damit die erste Stadt in Nordschwaben, die energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen mit einer Geldprämie belohnt.

Förderprogramm für das Baugebiet Nornheim II

„Für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung ist nachhaltiges Bauen ein wichtiger Erfolgsfaktor“, erklärt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. „Ich bin sehr froh, dass der Stadtrat jetzt die Weichen gestellt hat, um ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Bauweise zu setzen.“ Konkret sieht der jetzt verabschiedete Stadtratsbeschluss vor, ein Förderprogramm für das Baugebiet Nornheim II aufzulegen, das mithilfe eines Punktekatalogs eine nachhaltige Bebauung, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht, bezuschusst.

Mehrere tausend Euro Zuschuss möglich

Der Punktekatalog ist auf den rechtskräftigen Bebauungsplan abgestimmt. Punkte gibt es für Baumaßnahmen, die einer energetischen und nachhaltig-ökologischen Bauweise Rechnung tragen. So sollen Punkte vergeben werden für verdichtetes Bauen, Wärmedämmung, Gebäudelüftung, Heizung, ökologische Baustoffe, solare Stromspeicher und für Dachbegrünung. Die Bepunktungshöhe richtet sich nach dem ökologischen Wert und der Energieeffizienz der einzelnen Maßnahmen. Die Höhe der Zuschüsse kann sich so auf einige tausend Euro anhäufen.

Wer von der Förderung profitieren möchte, muss vor Baubeginn einen entsprechenden Antrag beim städtischen Energiemanager Roman Holl stellen. „Gerne können in einem persönlichen Gespräch auch Einzelheiten zu Planung und Ausführung der Baumaßnahme besprochen werden“, so Holl. Nach Abschluss der Baumaßnahmen können Bauherren bei Nachweis der förderfähigen Maßnahmen Zuschüsse von der Stadt erhalten. „Für die Bauherren soll die Förderung ein Anreiz sein, energieeffizient und zukunftsfähig zu bauen. Damit leisten sie nicht nur einen spürbaren zum kommunalen Klimaschutz, sondern sparen langfristig auch Energiekosten“, erklärt der städtische Energiemanager Roman Holl.

OB: „Vorreiter für die gesamte Region“

„Mit dem jetzt verabschiedeten kommunalen Förderprogramm unterstützt die Stadt Günzburg erstmals eine energetisch vorbildliche Bauweise in Einzelkomponenten in einem Neubaugebiet und ist damit Vorreiter in Sachen Klimaschutz nicht nur im Landkreis, sondern in der gesamten Region“, betont OB Jauernig. Die bisherigen Maßnahmen zum Klimaschutz würden damit sinnvoll ergänzt. Dazu zählen etwa die Vergabe des Agenda Preises für vorbildliches Bauen und Sanieren sowie das Förderprogramm „Energie- und Wassersparen. In Günzburg“ für Altbausanierungen. Auch die Bemühungen der Stadt, alle kommunalen Neubauten im Passivhausstandard zu errichten, trügen dem Anspruch der Stadt auf ökologisches Bauen Rechnung, so der Rathauschef.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.06.2016 | 14:54  
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