Sicherheit beim Faschingsumzug

Seit fünf Jahren gibt es den Faschingswagen-TÜV im Landkreis Günzburg.
Zum ersten Mal wurden die Faschingswagenbauer im Herbst des Jahres 2008 von den Sicherheitsbehörden im Landratsamt verpflichtet, für ihre Gespanne einen Faschingswagen-TÜV durchführen zu lassen.
Bis dahin war dies den Faschingsfreunden nicht bekannt gewesen, obwohl nach Rechtslage schon immer eine solche technische Prüfung erforderlich war. Inzwischen ist es aber schon selbstverständlich, dass die Wagen zum Faschingswagen-TÜV müssen, bevor sie an den Umzügen teilnehmen dürfen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Denn seitdem rund um die Faschingsumzüge aktiv auf die Sicherheit geachtet wird, gibt es weniger Unfälle, Ausfallerscheinungen und sonstige negative Schlagzeilen.
Alle für den Fasching Verantwortlichen - Faschingswagenbauer und Veranstalter, Gemeinden und Landratsamt – können den Fasching beruhigter angehen.

Die Regelungen der Vorjahre haben sich bewährt und sollen auch für die kommende Faschingssaison gelten. Neue Forderungen wird es in diesem Jahr nicht geben.

Hier eine kurze Zusammenfassung aller Regelungen, die für die Faschingsumzüge im Landkreis Günzburg gelten:

• Faschingswagen-TÜV: Die Faschingswagen sind vor der ersten Teilnahme an einem Umzug durch einen Sachverständigen auf Verkehrs- und Betriebssicherheit prüfen zu lassen. Der TÜV Neu-Ulm wird wieder Sammeltermine veranstalten. Ansprechpartner ist dort Herr Graf.

• Ausschankverbot von Branntwein: Vor und während des Umzugs darf entlang der Umzugsstrecke kein Branntwein ausgeschenkt werden. Zulässig sind Bier und Glühwein.

• Allgemeinverfügung der Gemeinde: Die Gemeinden werden wieder Allgemeinverfügungen erlassen, wonach das Mitbringen und der Konsum von branntweinhaltigen Getränken sowie der Verkauf am Umzugstag nur noch im extra abgegrenzten Veranstaltungsbereich zulässig ist. Ansonsten ist dies verboten.

• Glasverbot: an den Umzügen wird in der Regel kein Ausschank in Glasflaschen stattfinden. Damit soll dafür gesorgt werden, dass es keine Scherben auf Straßen und Gehwegen gibt und die Straßen nach dem Umzug bald wieder passierbar sind.

• Kein Alkohol für Begleitpersonen von Faschingswagen: wie alle „Ordner“ bei Veranstaltungen dürfen diese Personen nicht alkoholisiert sein.

• Ausnahmegenehmigung für Lautsprecher der Musikanlagen auf Faschingswägen: Diese gilt wie in den Vorjahren nur eine Stunde vor dem Umzug bis zur Auflösung des Umzugs am Ende der Umzugstrecke (Auflösungspunkt ist genau festgelegt). Die Musik ist dann abzustellen.

• Sky-Beamer:
Der Einsatz – auch von mobilen – Sky-Beamern im Fasching, z. B. an Nachtumzügen, ist bereits gesetzlich verboten, da damit Verkehrsteilnehmer auf umliegenden Straßen abgelenkt werden können.

• Parken:
Für ausreichend Parkflächen – sowohl für die Besucher, als auch die Faschingswagen, die nach dem Umzug bleiben – ist zu sorgen.



• Der Veranstalter nimmt vor Beginn des Umzugs für alle Teilnehmergruppen die jeweils verantwortliche Person auf (Name und Handy-Nummer) .

Das Landratsamt ist überzeugt, dass auch die kommende Saison wieder gut ablaufen wird, wenn sich die Faschingswagen und die anderen Teilnehmer an den Umzügen - aber auch die Besucher - an die Auflagen halten. Die Einschränkung des Branntweinkonsums rund um die Faschingsumzüge hat zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit geführt.

Informationen rund um die Faschingsumzüge finden Sie auch unter www.landkreis-guenzburg.de unter Auto und Verkehr.
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