Schuleingangsuntersuchung beginnt demnächst

Nachdem vor wenigen Wochen die Schule begonnen hat, laufen am Gesundheitsamt die Vorbereitungen zur Schuleingangsuntersuchung für das Schuljahr 2015 /2016 an. Die Kindergartenleitungen haben bereits die Kinder gemeldet, die voraussichtlich im September 2015 als ABC-Schützen erstmals die Grundschule besuchen werden. Die Zeit bis zur Einschulung im nächsten Herbst nutzt das Gesundheitsamt, um ca. 1500 Einschuluntersuchungen im Landkreis Günzburg durchzuführen. Die sozialmedizinischen Assistentinnen des Gesundheitsamts fahren in die Kindergärten, um Größe und Gewicht der Kinder, zu messen. Sie führen Sehtest und dreidimensionales Sehvermögen mit speziellen Kindersehtestgeräten und einen apparativen Hörtest durch. Außerdem testen Sie Grob- und Feinmotorik sowie kindgerecht das Sprech- und das logische Denkvermögen. Ganz nebenbei können die Konzentrationsfähigkeit des Kindes, die Neigung zu Unruhe und das Sozialverhalten beobachtet werden. Impfpasskontrolle und Einsicht in Vorsorgeuntersuchungsheft zur Kontrolle einer normalen Entwicklung in den ersten fünf Lebensjahren beenden die Untersuchung. Die Einschuluntersuchung ist die einzige Querschnittsuntersuchung der Bevölkerung, die den Kindern einen optimalen Start in Schul- und Berufsausbildung sicherstellen soll. Denn in der Zeit bis zur Einschulung können noch Therapiemaßnahmen erfolgen, wenn solche nötig sein sollten. Eine schulärztliche Untersuchung wird nur dann durchgeführt, wenn bei Schuleingangsuntersuchung die U-9-Vorsorgeuntersuchung nicht durchgeführt ist. Mit den Eltern wird dann ein weiterer Untersuchungstermin abgesprochen. Die körperliche Untersuchung durch einen Arzt erfolgt am Gesundheitsamt.

„Die Einschuluntersuchung durch die sozialmedizinischen Assistentinnen in den 71 Kindergärten des Landkreises ist zwar für das Gesundheitsamt mit Mehraufwand im Vergleich zur Untersuchung am Gesundheitsamt verbunden, jedoch umso bürgerfreundlicher für Kinder und Eltern. Diese müssen nicht alle zum Gesundheitsamt fahren und die zukünftigen Einschulkinder werden in ihrer gewohnten Umgebung untersucht“, betont Landrat Hubert Hafner.

Auch in diesem Jahr führt das Gesundheitsamt eine Studie zu Umwelt und Gesundheit unserer Kinder in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilian-Universität München und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durch. Die Eltern erhalten einen Fragebogen zu den Themen Allergie, Astma und Impfen mit der Bitte, diesen ausgefüllt zur Untersuchung mitzubringen. Weiterhin müssen die Eltern eine Einverständniserklärung unterzeichnen, damit der Bogen am Landesamt für die Studie maschinell gescannt werden darf. Die Einverständniserklärung mit den persönlichen Daten von Kind und Eltern bleibt beim Gesundheitsamt, nur der Fragebogen wird zur Auswertung weiter geschickt. „Anonymität ist auch aus Sicht der bayerischen Datenschützer gewährleistet“, versichert Dr. Roland Schmid, der Leiter des Gesundheitsamts, in Günzburg.

Ziel der Studie ist, die Ist-Situation der Kinder im Durchschnitt zu erfassen und den politischen Entscheidungsträgern Hinweise zu geben, wo und vielleicht wie die Umwelt der Kinder verbessert werden kann. „Wir bitten im Interesse unserer Kinder dringend um der Ausfüllen des Fragebogens, um den Kindern eine ungefährdete Entwicklung zu ermöglichen, umweltbedingte Probleme frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können“ so Dr. Schmid abschließend.
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