„Schlauer Parken“ für weniger Geld: Von der neuen Gebührenregelung ab 1. Juli profitieren auch die Handy-Parker

Virtueller Parkschein per Handy: Auch die Tarfie für das Handy-Parken werden ab dem 1. Juli billiger. (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
Parkgebühren über das Handy zahlen wird in Günzburg zum 1. Juli billiger. Denn von der neuen Parkgebührenregelung profitieren auch die Handy-Parker. Zwei Stunden Parken kosteten bislang bis zu 2,92 Euro. Jetzt werden für dieselbe Parkdauer weniger als 2 Euro fällig.

Mit den neuen Parkgebühren, die zum 1. Juli in Kraft treten, vereinfacht die Stadt Günzburg ihre Tarife. Eine Stunde parken kostet dann einen Euro. Das gilt an den Parkscheinautomaten ebenso wie beim Handy-Parken. Der Vorteil beim Handy-Parken: Der Parkvorgang wird minutengenau abgerechnet. „Wer einen Parkschein zieht, muss sich vorher überlegen, wie lange der Parkvorgang dauern wird“, erklärt der Leiter der Verkehrsüberwachung, Siegfried Miller. Beim Handyparken können sich Parkende jederzeit ausloggen, bezahlt wird nur die tatsächliche Parkdauer.

Das Konzept, das es seit 2007 in Günzburg gibt, hat sich bewährt: Rund 40 Parkvorgänge verzeichnet die städtische Verkehrsüberwachung täglich – Tendenz steigend. „Günzburg war damals die erste Kommune in Bayern, die gemeinsam mit dem Anbieter mobile city das Handy-Parken in die Innenstadt brachte“, erinnert sich Siegfried Miller. „Seitdem sind die Nutzerzahlen kontinuierlich gestiegen.“

Der Parkschein kann per Anruf kostenlos gebucht werden

Voraussetzung, das Angebot auch nützen zu können, ist eine Registrierung bei der mobile city GmbH. Diese kann per Postkarte (Vordrucke im BürgerServiceCenter im Rathaus) oder über die Homepage www.schlauer-parken.de erfolgen. Der Parkschein kann daraufhin per Anruf gebucht werden. Für jede Parkzone gibt es eine eigene Rufnummer; diese ist ausgeschildert. „Der Anruf ist kostenlos; die Providergebühr beträgt 12 Cent pro Parkvorgang“, informiert Miller. Ein zweiter Anruf beendet den Parkvorgang, sonst wird der Parkvorgang nach zwei Stunden automatisch beendet. Zur Bestätigung des Parkvorgangs erhält der Nutzer nach Beendigung eine SMS, die ihm exakte Daten über den Parkvorgang übermittelt – sozusagen der virtuelle Parkschein. Die Abrechnung der Parkgebühren erfolgt bequem per Lastschriftverfahren.

Die Kontrolle der mit dem Handy gebuchten Parkscheine erfolgt durch die Datenerfassungsgeräte des Außendienstes der Verkehrsüberwachung. „Über diese können die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung die registrierten Autonummern ablesen", erklärt Miller. Wenn ein geparktes Auto keinen Parkschein ausgelegt hat, checken die Bediensteten, ob das Auto für das Handyparken registriert ist, oder nicht.

Neue Tarife

Künftig werden beim Handyparken für die ersten 18 Minuten keine Gebühren fällig – das entspricht der „Semmeltaste“ an den Parkautomaten. Die erste volle Stunde kostet damit nur noch 70 Cent, die zweite einen Euro. Diese neuen Tarife gelten in allen Parkzonen der Innenstadt: entlang der Bahnhofsstraße (Zone 1) und der Dillinger Straße (Zone 2), rund um die Innenstadt (Zone 3) sowie am Stadtberg und entlang der Ichenhauser Straße (Zone 4). Für den Shopping-Parkplatz „An der Kapuzinermauer“ gilt ein Sondertarif: Dort kosten vier Stunden pauschal 2 Euro. Auch hier ist ab 1. Juli das Handy-Parken möglich. Dieser Parkplatz wird künftig als Zone 5 ausgewiesen.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ist froh, dass das Handyparken auch acht Jahre nach seiner Einführung so gut angenommen wird: „Wir haben mit dem Handy-Parken frühzeitig auf die zunehmende Handy- und Smartphone-Nutzung reagiert und können Besuchern unserer Innerstadt eine etablierte und komfortable Alternative zum Parkscheinautomaten anbieten.“ Mit der neuen Gebührenregelung werde der Besuch der Großen Kreisstadt noch attraktive
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