SCHAMANISMUS - HEILUNG UND LEBENSWEG Vortrag 1. Teil. Reinhard Schönl, berichtet über 40 Jahre Forschung und Praxis bei den Schamanen der Naturvölker weltweit. Dia-Dokumentation von Heilritualen .
Günzburg: Vortragssaal der Sparkasse Günzburg, An der Kapuzinermauer 2 | "Wer sich dem traditionellen Schamanismus ernsthaft annähern will, muss das Einssein mit der allumfassenden Natur, dem spirituellen und materiellen Universum anstreben." Das ist, auf den Punkt gebracht, Fazit des Lebenswerkes meines Ehemannes Reinhard Schönl. Wo sonst, als bei den letzten Naturvölkern dieser Erde, die ihre Umwelt bis heute beispielhaft achtsam und respektvoll nutzen, könnte man mehr über einen solchen Lebensweg lernen? Nur von mir begleitet und unterstützt, findet er weltweit immer wieder freundschaftliche Kontakte zu indigenen Heilern, die ihm den Weg in die schamanische "Nicht Alltägliche Wirklichkeit" aufzeigen. Nach lebensbedrohlichen Initiationsriten wurde er einer der Ihren. Für die Indigenen ist er der Schamane. Er selbst sieht sich auf einem lebenslangen Weg des Lernens über das universelle Wissen des traditionellen Schamanismus. So erfuhr er eine spirituelle Prägung, die ihn befähigte, ein Heilungsprogramm und -Ritual zu entwickeln, das in unserem Kulturkreis anwendbar ist und dennoch die Erkenntnisse indigenen Schamanentums mit einbezieht und das er seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert.
Presse, TV (Fliege) und Rundfunk haben mehrfach ausführlich über ihn berichtet. Der Bund Deutscher Heilpraktiker BDHN hat ihn zum Referenten für Schamanismus berufen.
Mit eindrucksvollen Dias, Originaltonaufnahmen und Videofilmen dokumentiert Reinhard Schönl mit zwei Vortägen seine vielfältigen Erlebnisse.
Schicksalhaft war die Begegnung mit den Kukukuku in Papua Neu Guinea, den berüchtigten Kannibalen im Bergregenwald des östlichen Hochlandes. Sie gelten als der kriegerischste und gewalttätigste Stamm der Insel, möglicherweise der ganzen Welt. Jeder, der sich mit diesen Menschen verfeindet, muss um sein Leben fürchten. Weshalb es uns ausgerechnet hier gelang, die Akzeptanz des Clanchefs, der Big-Men und der Schamanen zu gewinnen, ist rational kaum erklärbar. Im gleichen Maße, wie das Vertrauen bei jedem Aufenthalt wuchs, fielen die Tabus, tauschte man Erfahrungen aus, lernte, das Fremde, nicht selten Erschreckende, zu respektieren. Der geachtete Oberhäuptling "adoptierte" uns und stellte uns damit unter seinen persönlichen Schutz. Reinhard Schönl wurde nach mörderischen Initiationsriten zum Schamanen des Stammes berufen. So tief in eine noch fast steinzeitliche Stammeskultur einzutauchen und familiäre Aufnahme zu finden, ist sicher ein Glücksfall, der nur einmal im Leben geschieht und der nicht planbar ist.
Weiter geht es mit den Erfahrungen in South Dakota/USA. Hier erlebten wir die in hohem Maße schamanischen, heiligen Zeremonien gemeinsam mit den Lakota-Sioux Indianern. Über einen Zeitraum von acht Jahren durchlitt Reinhard Schönl fünf Visionssuchen und viermal stellte er sich der Tortur des Sonnentanzes. Auch hier in der unsäglichen Tristesse des Reservatslebens entstanden Freundschaften und "Familienanschluss".
Die spektakulären Pow-Wows, Wettbewerbe bei denen oft mehrere hundert Tänzer, Trommler und Sänger alles geben, spiegeln die Rückbesinnung auf die Traditionen der Lakota. Für Aktive und Zuschauer, den eitlen Showtänzer ebenso wie für den hochspirituellen Schamanen, scheinen sie wie ein Rettungsring und ein letztes Band zu den Ahnen zu sein.
Danach folgen fesselnde Dokumentationen über die unterschiedlichen Rituale der Schamanen in Afrika.
San-Buschmänner und Himba in Namibia
Mursi und Surma (Lippentellerfrauen), Hamar in Äthiopien. All diese Hirtenvölker sind auch Jäger und Sammler, ebenso wie die
Masai, Samburu und Turkana in Kenia.
In Peru/Südamerika erlebten wir die Zeremonien der Queros-Schamanen.
Im Regenwald an den legendären Flüssen Amazoniens in Venezuela, dem Orinoko, Rio Negro, Casiquiare, Siapa und Rio Cauro wurde Reinhard Schönl bei den großen Schamanenfesten integriert.
Spannend auch die archaischen Voodoo-Zeremonien in Benin/Westafrika. Auch hier knüpften wir interessante Kontakte zu hohen Würdenträgern und Schamanen.
Und wieder in eine völlig andere Welt, zu den Heilern im Himalaya, den Amchi, Orakeln und Onpo in den unberührten, abgelegenen Hochtälern in Ladakh/Nordindien. Dort in der spirituellen Hochgebirgseinsamkeit, der Welt der Klöster und Nomaden, konnte sich der Buddhismus authentischer erhalten als im chinesisch okkupierten Tibet.
Damit schließt sich der weltumspannende Bogen des ersten Teiles
Ein Bericht über den 2. Teil folgt
www.schamanismus-in-guenzburg.de
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