IHK Schwaben: Beste Karrierechancen mit einer dualen Ausbildung

Dierig: „Schwäbische Unternehmer setzen auf dual ausgebildete Mitarbeiter – sie sind der Motor unserer Unternehmen“

Branchenübergreifend setzen die schwäbischen Unternehmen auf Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung. Ihr Stellenwert ist bei den Unternehmen deutlich gewachsen. Das geht aus der aktuellen Umfrage der Industrie und Handelskammer Schwaben (IHK) hervor, die heute in Augsburg vorgestellt wurde. Christian Dierig, stellvertretender IHK Präsident: „Unsere Unternehmer wissen, dass die Mitarbeiter, die bereits im Unternehmen gelernt haben, auch bleiben. Eine duale Ausbildung ist die beste Mitarbeiterbindung“.

Laut Umfrage sprechen sich 43 Prozent der Betriebe aus dem industriellen Sektor für eine gestiegene Bedeutung der dualen Ausbildung aus. Aus dem Bereich Dienstleistung teilt ein Drittel diese Ansicht, aus der Finanzbranche sind es drei von zehn Unternehmen. „Eine duale Ausbildung eröffnet beste Zukunftschancen“, so Dierig. Zudem belegt die Umfrage, dass mehr als jeder zweite Betrieb seine Aktivitäten zur Gewinnung von Auszubildenden in den letzten Jahren intensiviert hat. Jedoch haben ein Drittel der Betriebe im Kammerbezirk Schwierigkeiten geeignete Bewerber für die angebotenen Lehrstellen zu finden. „Insbesondere der Handel hat es in diesem Jahr schwer, die offenen Stellen zu besetzen“, so Dierig.

Schwäbische Unternehmen setzen auf ausländische Mitarbeiter. Das belegt die Umfrage der IHK Schwaben. 47 Prozent der Betriebe gaben an, dass sie Arbeitskräfte beschäftigen, die über einen ausländischen Schulabschluss verfügen. Derzeit beschäftigen 60 Prozent der Unternehmen Auszubildende mit Migrationshintergrund. Dierig: „Berufsausbildung ist gleichzeitig Integrationsprogramm, das sollte auch für junge Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten gelten.“ Dierig weiter: „Ihnen sollte die Möglichkeit einer dualen Ausbildung eröffnet werden. Allerdings muss die Politik gewährleisten, dass keine Abschiebung während der Ausbildung und zwei Jahre danach stattfindet. Diese Sicherheit brauchen unsere Ausbildungsbetriebe. Eine duale Ausbildung ist die beste Möglichkeit der Integration von jungen Flüchtlingen - dabei wollen wir hel-fen“.

Einen Appell richtet der stellv. Präsident der IHK Schwaben, an alle Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben oder noch unschlüssig sind: „Zum Ausbildungsstart am 01. September hat sich gezeigt, dass zehn Prozent weniger junge Menschen eine Ausbildung im Handel begonnen haben. Es ist noch nicht zu spät für einen Einstieg in eine duale Ausbildung im Handel.“ Noch bis Jahresende kann die IHK Schwaben bei der Vermittlung von Ausbildungs-plätzen im Handel helfen. www.ihk-lehrstellenboerse.de
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