IHK-Konjunkturumfrage für den Landkreis Günzburg – Herbst 2015: Stabile Entwicklung bei wachsenden Unsicherheiten

Die Unternehmen aus dem Landkreis Günzburg beurteilen die aktuelle Situation deutlich weniger euphorisch als im Frühjahr. Dennoch bewegt sich die regionale Wirtschaft auf einem sehr guten Niveau und die Auftragslage entwickelte sich stabil. Für die nächsten Monate werden keine großen Veränderungen erwartet. In den aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen sehen die Unternehmen Unwägbarkeiten bezüglich der Einschätzung zur weiteren Entwicklung.

Zufriedene Unternehmen dank stabiler Auftragslage

Nach einer sehr euphorischen Einschätzung der konjunkturellen Situation im Frühjahr, beurteilt die regionale Wirtschaft im Landkreis Günzburg die aktuelle Geschäftslage etwas gedämpfter, aber immer noch auf einem sehr guten Niveau. 38 Prozent der Unternehmen, gleich viele wie im Frühjahr, sprechen von gestiegenen Auftragseingängen aus dem Inland. Der Auslandsmarkt zeigt bei manchen Ländern Schwächen, hat sich insgesamt aber recht stabil gehalten. „Das Embargo gegen Russland und Veränderungen auf dem chinesischen Markt machen sich bei den Auftragseingängen bemerkbar. Bei einigen europäischen Ländern und auch im Inland konnte sich die Nachfrage dafür stabilisieren und zeigt positive Tendenzen“ erläutert Hermann Hutter, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Günzburg die Auftragslage. Die Auslastungssituation der Unternehmen ist weiterhin zufriedenstellend.

Unternehmen hoffen auf gleichbleibende Entwicklung

Für die nächsten Monate erwarten die Unternehmen eine unveränderte Entwicklung. 75 Prozent hoffen auf eine gleichbleibende Geschäftslage. Beim Blick auf die Auftragslage rechnet die Mehrheit der Unternehmen nicht mit großen Veränderungen, die Zahl der kritischen Stimmen hat jedoch im Vergleich zu Frühjahr leicht zugenommen. Die Entwicklung der Inlandsnachfrage und die Wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, welche zum Teil auch die Auslandsmärkte beeinflussen, werden weiterhin
als Risikofaktoren für die regionale Wirtschaft gesehen. „Die Situation in Russland und China, weltweite Krisenherde und die aktuellen politischen Entscheidungen in Deutschland und Europa führen zu einer unsicheren Prognose und zu einer zurückhaltenden Planung der Unternehmen“ so Roland Kober, Vizepräsident der IHK-Regionalversammlung Günzburg.
Die Investitionsneigung als Indikator für eine längerfristige Einschätzung der zukünftigen Entwicklung geht im Vergleich zum Frühjahr etwas zurück. Beim Personalbestand sind für die nächsten Monate insgesamt wenige Veränderungen zu erwarten.

Eine Übersicht über die Konjunktur in Schwaben mit Analysen nach Branchen findet sich im Internet unter www.schwaben.ihk.de, Dok.-Nr. 2770876. Hier bietet die IHK Schwaben den Konjunkturindex als interaktive Grafik an, bei der Elemente variabel ein- und ausgeschaltet und einzelne Ausschnitte vergrößert werden können.
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