Hörgewohnheiten der Jugendlichen im Test

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit führt eine Studie zu den Hörgewohnheiten von Jugendlichen durch. Der Vergleich mit im ländlichen Bereich lebenden Jugendlichen erfolgte nun an der Mittelschule Günzburg.
Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe wurden zuerst über das menschliche Ohr, dessen Aufbau und den Weg bis zum Höreindruck im Gehirn informiert. Dr. med. Stefanie Kolb vom Landesamt zeigte dann beispielhaft, wie jemand hört, wenn er an Hörschäden leidet. Anschließend erhielten die Jugendlichen einen Fragebogen, in dem Angaben zu Art der Musik, Dauer des Musikhörens pro Tag oder Woche und der von ihnen als normal empfundenen Lautstärke gemacht wurden. Nachdem die Jugendlichen ihre eigenen Smartphones, MP-3-Player und andere Musikabspielgeräte so eingestellt hatten, wie sie normalerweise hören, wurden die Ohrstöpsel in die Ohren von „Tom“ gesteckt.

„Tom“ ist ein eine Art Schaufensterpuppe mit einem Kunstkopf, der voller Elektronik ist. Er konnte abhängig von der Tonhöhe (Frequenz) den jeweiligen Schalldruck über den gesamten Hörbereich messen. Die Anzeige erfolgte auf einem Laptop, mit dem „Tom“ verbunden ist. „So ist es möglich, die tatsächliche Beschallung der Ohren der Jugendlichen mit dem Höreindruck und den Hörgewohnheiten in Beziehung zu setzen“, erklärten Dr. med. Stephanie Kolb und Dr.rer. nat. Bernhard Brenner, ein Physiker, die Aufgabenstellung der Studie. Aussagen von Jugendlichen wie „ich höre nicht sehr oft und nicht sehr lange Musik, aber wenn, dann lass ich´s krachen“ bestätigen, dass es nötig ist, Jugendliche auf die Gefahren von sehr lauter Musik hinzuweisen.

"Es ist erfreulich, dass diese Untersuchung im Landkreis Günzburg erfolgte. Fast alle weiterführenden Schulen in unserem Landkreis hätten sich für diese Untersuchung der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt“ sagt Dr. Roland Schmid, Leiter des vermittelnden Gesundheitsamts. „ Das Landesamt hat zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Studiendurchführung geschickt. Das zeigt, wie sehr Kinder und Jugendliche dem Gesundheitsministerium, dem Landesamt und unseren Schulen am Herzen liegen.“ Leider ist es aus Kapazitätsgründen nicht möglich gewesen, auch andere interessierte Schülerinnen und Schüler zu bedienen. Der Aktionstag war nicht nur für diese Schülerinnen und Schüler eine interessante und erfahrungsreiche Abwechslung im Schulalltag. Auch aus Sicht des Landesamts war es ein Erfolg, dessen Datenauswertung noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird.
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