Helferkreis bezieht eigenes Büro: Dieter-Mengele-Sozialstiftung und Stadt wollen Asylhelfern die Arbeit erleichtern

Die neue Anlaufstelle des Asylbewerber-Helferkreises ist bezugsfertig. Darüber freuen sich (hintere Reihe von links nach rechts) Dieter Mengele, Stefanie Mengele, Walter Berchtenbreiter von der Firma Reitzner, OB Gerhard Jauernig, Gerhard Bacher, Barbara Mengele, Stadtpfarrer Christoph Wasserrab und Stadtrat Peter Lang sowie (vordere Reihe) Hermine Lang, Kathrin Pöhlmann-Grimm und Daniel Szerman vom Helferkreis (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
Der Asylbewerber-Helferkreis „Günzburg hilft“ professionalisiert sich. Zum 1. Februar haben die Ehrenamtlichen einen Raum in der Pfarrgemeinde St. Martin bezogen. Von dort aus sollen die ehrenamtlichen Aktivitäten künftig besser koordiniert und den Flüchtlingen in Günzburg noch schneller geholfen werden.
Die Miete für den Raum stellt die Stadt zur Verfügung, die Kosten für die Büroeinrichtung hat die Dieter-Mengele-Sozialstiftung übernommen. Ziel sei es, den Helfern die Arbeit zu erleichtern: Schließlich solle die Energie, die von den rund 40 ehrenamtlichen Helfern für ihre Arbeit aufgewendet wird, möglichst zielgerichtet sein, so Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Der Rathauschef nahm gemeinsam mit der Familie Mengele und Vertretern des IT-Systemhauses Reitzner aus Dillingen sowie der Bacher Büroeinrichtungs GmbH an der Übergabe der Räumlichkeiten an den Helferkreis teil.

Jauernig betonte: „Noch vor einem Jahr konnte niemand die Dimension der Flüchtlingswelle abschätzen und bislang gibt es kein Patentrezept für die nahe Zukunft.“ Fest stehe, dass Deutschland diese Herausforderung nur meistern könne, wenn viele Kräfte Hand in Hand gingen. „Ich bin deshalb froh, dass in Günzburg so viele Ehrenamtliche mithelfen, sei es in den Kirchengemeinden oder durch private Initiativen“, so Jauernig. Er dankte der Dieter-Mengele-Sozialstiftung, durch deren Wirken seit vielen Jahren liebevoll und ohne großes Aufheben Hilfsbedürftigen unter die Arme gegriffen wird.

Die Sozialstiftung hat für die Einrichtung 3.000 Euro zur Verfügung gestellt; zudem übernahm die Firma Reitzner die Kosten für die maschinelle Ausstattung der neuen Anlaufstelle. Was nicht in Monitore und Büromöbel investiert wurde, ist auf das Konto des Freundeskreises überwiesen worden. „So wollen wir konkret dort Hilfe leisten, wo Staat und Land nur bedingt helfen können“, sagte Dieter Mengele. „Es ist also sehr gut angelegtes Geld.“ Mengele betonte, er habe Hochachtung vor den Ehrenamtlichen und dankte ihnen ausdrücklich „für die hervorragende Arbeit im Sinne unseres Landes“.

„Es ist ein wichtiger Schritt, jetzt auch eine Anlaufstelle zu haben“, sagte Daniel Szerman, einer der Koordinatoren des Helferkreises, als er die Schlüssel zu den Büroräumen von Stadtpfarrer Christoph Wasserrab übernahm. Das künftige Büro sei ein wichtiges Bindeglied zwischen Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern, so Szerman. Er dankte dem OB und den Mitgliedern der Sozialstiftung für die rasche und unbürokratische Hilfe. „Das wird unsere Arbeit spürbar erleichtern.“

Dort, wo vor kurzem noch gähnende Leere herrschte, wurden inzwischen Büromöbel, Computer und Telefone aufgestellt. „Wir freuen uns sehr über die Räume und sind froh, dass die Phase, in der wir abends zu Hause von unseren Laptops aus gearbeitet haben, bald vorbei ist“, sagte Szerman.

Weitere Helfer gesucht

Zurzeit engagieren sich rund 40 Ehrenamtliche in dem Helferkreis „Günzburg hilft“. Mit Sprachförderung, Freizeitgestaltung und Spenden versuchen sie, den Auswanderern den Start in Deutschland zu erleichtern. Der Helferkreis besteht seit 2015, momentan sucht die Initiative weitere Günzburger, die bereit sind mitzuhelfen. Wer die Arbeit des Helferkreises unterstützen will, kann sich an „Günzburg hilft“, Email: guenzburg-hilft@gmx.de wenden.
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