Frau wurde von Eichhörnchen gebissen - Landratsamt rät deshalb: Hände weg von Wildtieren mit Verhaltensstörungen

Eine junge Frau wurde am Mittwoch Nachmittag in Ichenhausen, Stadtmitte, von einem Eichhörnchen gebissen. Die Frau war am Badberg beim Einkaufen. Sie bemerkte vom Geschäft aus, wie sich vor dem Laden ein Eichhörnchen ihrem dort angebundenen Hund näherte. Sie ging zu ihrem Hund und griff nach dem Eichhörnchen, das keinen Fluchtreflex zeigte.
Im selben Moment wurde die Frau von diesem in die Hand gebissen.

Die Frau meldete sich beim Amtsztierarzt mit der Bitte um Beratung. Während des Telefongesprächs ist das Eichhörnchen in ihrer Tasche verendet. Das Veterinäramt hat das tote Tier an sich genommen und leitet es zur Untersuchung weiter, um nähere Erkenntnisse zur Todesursache zu erhalten.

Dr. Max Schubert vom Veterinäramt rät, in jedem Fall, bei dem es nach Kontakt mit Wildtieren zu einer Verletzung gekommen ist, einen Arzt zu konsultieren. Der kann dann entscheiden, welche Behandlung angezeigt ist.

Allgemein sollten sich Menschen von verhaltensauffälligen Wildtieren fern halten und diese nicht zu fangen versuchen. Beim Auffinden toter Tiere sollte man diese zumindest nur mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Schutzhandschuhe) berühren. Besser ist es, den zuständigen Jagdinhaber oder die zuständige Gemeinde zu informieren.

Immer wieder kommt es vor, dass Passanten auf verhaltensauffällige Tiere treffen und ohne zu überlegen dem Tier helfen wollen. Nicht selten werden sie dann von den Tieren gekratzt oder gebissen und können dabei sogar gefährlich infiziert werden. Es gibt neben allgemeinen auch spezielle bakterielle und virale Infektionen, die als Zoonosen (vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten) eine Gefahr bedeuten und zu zum Teil ernsten Erkrankungen führen können. Zum Glück ist Deutschland seit mehreren Jahren frei von Tollwut, weshalb diese Gefahr als sehr gering einzuschätzen ist. Jedoch sind auch andere Infektionskrankheiten wie z.B. Wundinfektinen, Wundstarrkrampf von großer Bedeutung, gegen den sogar geimpft werden kann.
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 02.04.2015 | 17:51  
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Basti S. aus Aystetten | 02.04.2015 | 22:50  
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