Erster Gesundheitsbericht für den Landkreis Günzburg erschienen

Die Gesundheitsregionplus stellt den ersten Gesundheitsbericht für den Landkreis Günzburg vor.

Auf insgesamt 50 Seiten analysiert der in zwei Teile aufgeteilte Bericht die Gesundheit der Bevölkerung im Landkreis Günzburg. Im ersten Teil werden anhand von 20 Indikatoren die allgemeine gesundheitliche Entwicklung, die Gesundheitsversorgung und die Bevölkerungszusammensetzung analysiert. Der zweite Teil widmet sich entsprechend dem diesjährigen Jahresthema des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege der Kinder- und Jugendgesundheit. Anhand von 13 Indikatoren werden Erkenntnisse zur Gesundheit, Vorsorge und Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen im Landkreis dargestellt.

Der Gesundheitsbericht für den Landkreis Günzburg beruht auf den aktuellsten verfügbaren Daten. Als Vergleiche werden die Landkreise Dillingen, Aichach-Friedberg und Unterallgäu herangezogen sowie der Regierungsbezirk Schwaben und Bayern insgesamt. Neben dem regionalen Vergleich erfasst der Gesundheitsbericht auch die zeitliche Entwicklung der Gesundheitsindikatoren.

Insgesamt ist die Gesundheitssituation und –versorgung der Bevölkerung im Landkreis Günzburg gut. Es gibt Bereiche, bei denen der Landkreis schlechter und welche bei denen er besser abschneidet als der bayernweite Schnitt.
Die Lebenserwartung ist im Landkreis zwischen 2005 und 2012 gestiegen, liegt aber derzeit dennoch unter der Lebenserwartung der Vergleichsregionen.

Die Anzahl der Krankenhausfälle sowie Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind gestiegen.

Im Landkreis Günzburg ist die Anzahl der Apotheken pro Einwohner in den letzten Jahren gesunken und liegt momentan unter dem bayerischen Schnitt. Außerdem gibt es im Landkreis durchschnittlich weniger Kinder- und Jugendlichentherapeuten als in Bayern insgesamt.

Die hausärztliche Versorgung ist im Landkreis derzeit gesichert. Im nördlichen Teil sind jedoch 45,5% der praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzte 60 Jahre und älter, im südlichen Landkreis 28,0%. Eine Herausforderung für die Zukunft wird es sein, die in den nächsten Jahren aufgrund des Renteneintrittsalters wegfallenden Arztsitze nach zu besetzen.

Der Anteil der adipösen Kinder ist höher und der Anteil an normalgewichtigen Kindern geringer als in Bayern durchschnittlich.

Erfreuliches gibt es bezüglich dem Impfverhalten von Masern zu vernehmen. Bei der Durchimpfungsrate ist der Landkreis Günzburg bayernweit ganz weit vorne und liegt über der von der WHO empfohlenen 95% Marke. Außerdem gibt es weniger Säuglingssterbefälle als in den Vergleichsregionen. Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen ist von 2008 bis 2012 gesunken und liegt unter dem bayerischen und schwäbischen Schnitt.

Der Gesundheitsbericht wurde im Gesundheitsforum, das Anfang Dezember tagte, vorgestellt. Das Gesundheitsforum ist das Steuerungsgremium der Gesundheitsregionplus und hat fünf Arbeitsgruppen eingesetzt, die sich folgenden Themen widmen:

A Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen
B Gesundheitsvorsorge in Beruf und Familie
C Gesundheitsförderung und Prävention ab 65+
D Medizinisches Versorgungsnetz und Ärztenachwuchs
E Versorgung psychisch kranker Menschen.
In diesen interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen sollen die durch den Gesundheitsbericht aufgedeckten Handlungsfelder angegangen und Lösungen erarbeitet werden.

Der Gesundheitsbericht kann auf der Homepage der Gesundheitsregionplus unter www.landkreis-guenzburg.de/gesundheitsregionplus heruntergeladen werden.
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