Entlastung für pflegende Angehörige – zusätzliche Helferinnen ausgebildet

Günzburg: Landratsamt Günzburg | Die Nachfrage von pflegenden Angehörigen nach Hilfe und stundenweiser Entlastung bei der Pflege älterer erkrankter, insbesondere demenzkranker Familienmitglieder steigt stetig. Um dem Bedarf gerecht zu werden, hat die Fachstelle für pflegende Angehörige am Landratsamt weitere Helferinnen ausgebildet.

Unter Leitung von Gerhard Wagner, Geschäftsführer des Landesverbandes der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, haben sich 25 Teilnehmerinnen in einer 40 Stunden umfassenden Schulung im November in der Fachklinik Ichenhausen grundlegende fachliche Kenntnisse vor allem im Umgang mit verwirrten älteren Menschen angeeignet. Begleitet wurde die Schulung von Regina Schütz und Silvia Schreiner—Metzele von der Fachstelle für pflegende Angehörige am Landratsamt Günzburg. Abgeschlossen wurde die Schulung mit der Aushändigung des Zertifikats, das die Teilnehmerinnen für den Einsatz im häuslichen Bereich qualifiziert. Regina Schütz bedankte sich Namen der Fachstelle für pflegende Angehörige für das rege Interesse und die Bereitschaft zur Hilfe und Unterstützung von pflegenden Angehörigen zum Wohle der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Helferinnen und Helfer kommen auf Vermittlung der Fachstelle für pflegende Angehörige für einige Stunden ins Haus, die Wohnung des Hilfe- und Pflegebedürftigen. Sie beschäftigen sich mit dem kranken Menschen, machen Spaziergänge, lassen sich von vergangenen Tagen erzählen und pflegen Erinnerungen. Während dieser Stunden haben di e Angehörigen Zeit für eigene Dinge, für Arztbesuche, für Erledigungen oder einfach mal Zeit für sich und für die eigene Entspannung. Denn nur, wenn den Pflegenden dieser Freiraum zur Verfügung steht, sind sie den schwierigen, vielfältigen und auch belastenden Anforderungen im täglichen Umgang und der Pflege ihrer Angehörigen weiterhin gewachsen.

Die stundenweise Entlastung ist als sogenanntes „niedrigschwelliges Betreuungsangebot“ vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und den Pflegekassen anerkannt. Bei festgestellter Demenzerkrankung beziehungsweise bei festgestellter Pflegestufe werden die anfallenden Betreuungskosten in der Regel von den Pflegekassen erstattet.
Im zwischenzeitlich interkulturell besetzten Helferkreis engagieren sich derzeit rund120 Personen. Neben den vielen deutschen Helferinnen und Helfer können daher auch türkisch, portugiesisch, polnisch, rumänisch und indonesisch sprechende Helferinnen vermittelt werden. Die Vermittlung der Helferinnen und Helfer erfolgt durch die Fachstelle für pflegende Angehörige am Landratsamt.
Weitere Informationen für den nördlichen Landkreis bei
Silvia Schreiner-Metzele (Telefon 08221/95 210), für den südlichen Landkreis bei Regina Schütz (Telefon 08221/95 224).
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