Einrichtungen für Kinder und Jugendliche im Landkreis bemühen sich um Prävention und Gesundheitsförderung

Im Landkreis Günzburg gab es bislang keinen Überblick darüber, welche Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten etc. angeboten werden.

Deshalb befragte die Gesundheitsregionplus alle 179 Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Netzwerke, Kinderschutzbund, Schwangerenberatungsstelle etc.) im Landkreis mit einem Fragebogen.

Ziel war es, herauszufinden, welche Maßnahmen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention getroffen werden, welchen Handlungsbedarf die Akteure sehen und wo Unterstützungsbedarf seitens der Einrichtungen besteht.

Als Fazit kam bei der Umfrage heraus, dass sich die Einrichtungen bereits um Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen bemühen. Die Maßnhamen sind sehr vielfältig – werden aber nach außen hin nicht sichtbar und sind meist nicht aufeinander abgestimmt. Es besteht insbesondere Handlungsbedarf in den Bereichen Medienerziehung, psychsiche Gesundheit und Bewegung und Ernährung. Auch besteht kaum Vernetzung untereinander. Die Arbeitsgruppe der Gesundheitsregionplus greift diese Ergebnisse nun auf und entwickelt hierfür ein Konzept.

Von den 179 befragten Einrichtungen sendeten insgesamt 104 (58,1%) Einrichtungen einen ausgefüllten Bogen zurück.

Erfreulich ist, dass fast alle Einrichtungen im Landkreis (99%), die geantwortet haben, Maßnahmen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention durchführen und Gesundheitsthemen aufgreifen.

Dennoch sehen 90% der Einrichtungen, die geantwortet haben, einen dringenden Handlungsbedarf. Am häufigsten wurden dabei folgende Bereiche genannt:

o Medienerziehung (12,2%)
o psychische Belastungen (11,9%)
o Bewegung (10,1%)
o gesunde Ernährung (8,7%)

Insgesamt gaben 60% der Befragten an, dass sie sich Unterstützung wünschen. Häufig wurde der Wunsch nach mehr Ressourcen, besserem Austausch und der Möglichkeit, auf vorhandene Materialien und Referenten zurückgreifen zu können, genannt.

36% der befragten Einrichtungen gaben an, einen Bedarf an Vernetzung und Austausch zu haben und 51% gaben an, dass sie keinen Vernetzungsbedarf haben. Mehr als die Hälfte der Befragten (52%) ist bereit, ihre Projekte und Erfahrungen anderen zur Verfügung zu stellen.
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