Eine Stadt im Umbruch- Leipheim zeigt seine schönsten Seiten

Der neue Steg (Foto: Stadt Leipheim)
Am 9. Oktober können Bürger und Bürgerinnen, aber auch alle anderen
Interessierten die Stadt Leipheim entdecken. Den Startschuss gibt um 14 Uhr eine Runde von Experten aus den Gebieten Denkmalpflege, Stadt- und Verkehrsplanung auf dem Podium des Bürgersaals im Zehntstadel. Danach können die Besucher auf Entdeckungstour auf einem speziell für
diesen Tag entworfenen Rundgang entlang der Stadtmauer gehen, auf dem neben Kurzinformationen historische Bilder aus den letzten hundert Jahren zu sehen sind. Und es gibt kostenlose Kurzführungen an speziellen Orten.
Wie saniert man eine Stadtmauer? Und noch wichtiger: Ist das denn überhaupt notwendig? In der Innenstadt von Leipheim wird gebaut – immer wieder und schon sehr viele Jahre lang. Bereits vor mehr als 30 Jahren rückte die Innenstadtsanierung auf der Prioritätenliste der Stadtverwaltung ganz nach oben.
Straßen wurden mit Naturstein gepflastert, erste Häuser saniert. Dank der zunehmenden staatlichen Förderprogramme wurde dies in den letzten Jahren immer mehr verstärkt, auf städtischer und auch privater Ebene. Aber natürlich steht bei all diesen Überlegungen nicht nur die Innenstadt im Fokus, auch die
Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die Planungen für Neubauten der Schule und der Kindergärten und die Positionierung des Einzelhandels werden in das Konzept Innenstadtsanierung und Stadterneuerung
miteinbezogen. Es war ein langer Weg von Besiedelung der Leipheimer Gegend im 6. Jahrhundert über die erste urkundliche
Erwähnung der Stadt im Jahre 1063 bis ins Jahr 2016. Immer wieder stand die Stadt vor neuen Herausforderungen, immer wieder musste sie sich den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen
anpassen. Auch das 21. Jahrhundert fordert die Stadt und ihre Bewohner – wenn auch die Zeiten von Plünderungen und Brandschatzungen wie im Dreißigjährigen Krieg, unterschiedlichster politischer Herrschaft und militärischer Nutzung vorüber sind. Herausforderungen heute sind der demographische Wandel in der Gesellschaft, die Veränderung im Einkaufsverhalten und der Freizeitgestaltung. Stadtplanerische Untersuchungen wurden von der Stadtverwaltung in den letzten Jahrzehnten immer wieder in Auftrag gegeben, auch die Bürger konnten
sich in Zukunfts- und Projektwerkstätten immer wieder einbringen – was hat sich aber tatsächlich getan in den letzten Jahrzehnten und wie sieht das Gesamtkonzept für die Güssenstadt aus?
Am 9. Oktober können Bürger und Bürgerinnen, aber auch Interessierte aus dem Umkreis die Stadt Leipheim ganz neu entdecken. Den Startschuss gibt um 14 Uhr eine Runde von Experten aus den Gebieten Denkmalpflege, Stadt- und Verkehrsplanung auf dem Podium des Bürgersaals im Zehntstadel – dort wird
miteinander zum Thema „Leipheim – eine Stadt im Umbruch“ diskutiert und Bürger können ihre Fragen direkt an die zuständigen Fachleute stellen.Danach können die Besucher auf Entdeckungstour auf einem speziell für diesen Tag entworfenen Rundgang entlang der Stadtmauer gehen. Neben kurzen Informationen zu den jeweiligen Orten können Besucher vor
allem Bilder aus den letzten 100 Jahren bestaunen. An den verschiedenen Stationen gibt es außerdem kostenlose Zusatzangebote, wie kurze Führungen oder Experten-Fragestunden. So kann man an der Stadtmauer erstmals den fast fertigen Steg vom Jakob-Wehe-Tor beginnend begehen und alles über die
Herausforderungen einer Sanierung aber auch das Alleinstellungsmerkmal der fast vollständig erhaltenen Mauer erfahren (15.30 Uhr), auf dem alten Friedhof können Interessierte auf Spurensuche gehen (16 Uhr)
und auch die Renovierung des Zehntstadels kann in einer Führung nochmals nachvollzogen werden (17 Uhr). Außerdem hat das Haus der Mühlentechnik an diesem Tage geöffnet.
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