Die IHK Schwaben informiert – IHK-Ticker: Schweiz Top-Auslandsmarkt der schwäbischen Wirtschaft
Die Schweiz ist mit der EU und insbesondere Bayern wirtschaftlich stark verflochten. Ausländische Firmen nutzen das Land als Standort für Repräsentanzen, als Absatzmarkt für Qualitätsprodukte wie auch als Testmarkt für das übrige Europa. Die eidgenössische Wirtschaft wird vom Dienstleistungssektor dominiert. Die meisten ihrer Unternehmen sind in der westlichen Landeshälfte angesiedelt.
Die enge Verflechtung unterstreicht eindrucksvoll die Außenhandelsentwicklung der bayerischen Wirtschaft mit der Schweiz. Im Zeitraum von Januar bis September 2011 nahm die Alpenrepublik bayerische Waren im Wert von 4 Mrd. Euro ab (+ 12,1% zum Vorjahreszeitraum), was sie auf Platz 8 der wichtigsten Exportmärkte des Freistaats positioniert. Die Importe aus der Schweiz nach Bayern stiegen im neunmonatigen Betrachtungszeitraum um 16,1% auf rund 3 Mrd. Euro.
Dieser positive Trend wird sich zwar aller Voraussicht 2012 verlangsamen, da die schweizer Inlandskonjunktur aufgrund der Konjunkturabschwächung der Nachbarstaaten und dem starken Franken belastet wird. Im Gegenzug bildet gerade die starke Landeswährung einen enormen Wettbewerbsvorteil für schwäbische Unternehmen, da sie die Einfuhren in die Schweiz deutlich vergünstigt.
„Gerade aus diesen Gründen sollten unsere Firmen die traditionellen Vorteile der räumlichen Nähe und guten Handelsbeziehungen jetzt nutzen um in den Export in die Schweiz einzusteigen oder ihre Marktanteile dort auszubauen“, betont Andreas Wind, zuständiger Länderexperte in der IHK Schwaben.
Allerdings gilt es eigene Gesetze und Gesetzmäßigkeiten des eidgenössischen Marktes zu berücksichtigen, soll sich geschäftlicher Erfolg einstellen. Doch der IHK-Schweizexperte beruhigt: „Hürden wie beispielsweise bei der Zollabwicklung sowie arbeitsrechtliche Vorgaben bei der Entsendung von Mitarbeitern sind selbst für kleine Unternehmen aus Schwaben bei entsprechender Vorbereitung problemlos umsetzbar. Auch das Beachten kultureller Unterschiede und der Mehrsprachigkeit mit Deutsch, Italienisch und Französisch kann über den Geschäftserfolg entscheiden.“ Deshalb empfiehlt der IHK-Experte frühzeitig, am besten noch vor Angebotsabgabe, auf ihn zuzukommen und alle offenen Fragen abzuklären.
Dies bestätigt die Firma Harter Oberflächen- und Umwelttechnik in Stiefenhofen. „Auch für uns ist die Schweiz ein wichtiger Absatzmarkt", unterstreicht Geschäftsführer und Mitinhaber Reinhold Specht. „Die Kunden schätzen die Qualität unserer Trocknungssysteme und legen großen Wert auf schnellen, reibungslosen Service. Allerdings stellen uns die zoll- und arbeitsrechtlichen Vorgaben des Nicht-EU-Landes schon vor Herausforderungen“, so Specht weiter.
Reise von Ministerpräsident Horst Seehofer in die Schweiz am 12. - 13. Februar 2012
Die Bedeutung des Schweizer Marktes unterstreicht auch der erste offizielle Besuch eines Bayerischen Ministerpräsidenten. Die Reise bekräftigt auf höchster politischer Ebene die bereits seit Jahrzehnten bestehenden hervorragenden und intensiven Beziehungen der beiden Nachbarn auf dem Gebiet der Wirtschaft, der Infrastruktur, des Umweltschutzes, der Landwirtschaft sowie der öffentlichen Verwaltung und des Gesundheitswesens.
Auch Groß- und Einzelhandel brauchen gute Azubis. Dies ist eine der Schlussfolgerungen der IHK Schwaben.
Einzelhandel stellt vermehrt Auszubildende ein
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Augsburg: IHK Schwaben | Eine ausreichende Eigenkapitalausstattung ist für Unternehmen der Schlüssel für eine langfristige Wachstumsstrategie. Für innovative Unternehmensgründungen ist Eigenkapital oft die einzige Möglichkeit, die Idee zu verwirklichen. Zudem achten Kreditinstitute bei der Vergabe von Krediten sehr genau auf die Bonität Ihrer Kunden und da spielt die Eigenkapitalquote eine zentrale Rolle. Aber was können Gründer und Unternehmer tun,...
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Die Türkei ist einer der wichtigen...