„Die Günzburger sind beim Klimaschutz schon sehr weit“ - Bilanz von Klimaschutzmanager Roman Holl

Klimaschutzmanager Roman Holl ist bei der Stadt Günzburg für den Klimaschutz zuständig (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
Seit einem Jahr ist Roman Holl Klimaschutzmanager der Stadt Günzburg. In dieser Zeit hat er die Bewerbung für den European Energy Award auf den Weg gebracht, einen Stromsparwettbewerb ins Leben gerufen und die Günzburger mit der Aktion „Stadt-Radeln“ zum CO2-Sparen animiert. Unter Holls Regie sind viele Projekte angestoßen, andere weitergeführt worden. Jetzt zieht er erstmals eine Bilanz.

„Als meine Stelle geschaffen wurde, ging es vorrangig darum, das Klimaschutzkonzept für die Stadt Günzburg umzusetzen“, erinnert sich Holl. Der Stadtrat hatte das Konzept mit dem Ziel verabschiedet, Günzburg zur Vorbildkommune im Klimaschutz und in der lokalen Energieversorgung zu machen. „Wir wollen den Gesamtenergieverbrauch in der Stadt in den kommenden Jahren sukzessive senken und den Energiebedarf fast komplett aus vorhandenen, einheimischen und regenerativen Energiequellen decken“, erklärt Holl.

Das Konzept enthält diverse Handlungsempfehlungen zur Verwirklichung der Klimaschutzziele. Um CO2-Emissionen zu senken, nimmt die Stadt etwa am Zertifizierungsverfahren „European Energy Award“ teil. „Ziel ist die Einsparung und effiziente Nutzung von Energie sowie die Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien in der Kommune“, sagt Holl.

Dazu gehört auch, die Bürger für mehr Ressourcenschutz zu sensibilisieren. Gemeinsam mit der Verbraucherschutzzentrale organisiert Holl einmal im Monat eine preisgünstige Energieberatung. Außerdem veröffentlicht Holl in der Günzburger Zeitung wöchentlich einen Energiespartipp. Auch bei Veranstaltungen, zuletzt etwa zum Thema „Kraft-Wärme-Kopplung“ können sich Bürger informieren.

Schon heute sei es um das Umweltbewusstsein der Günzburger gut bestellt, betont Holl. „Die Günzburger sind beim Thema Klimaschutz schon sehr weit. In meine Sprechstunde kommen regelmäßig Bürger und insbesondere auch Häuslebauer, um sich über ihre Möglichkeiten beim Energiesparen und beim Klimaschutz zu informieren“, lobt Holl. Die Beratung in den Räumen des Agenda- und Klimabüros Am Stadtbach könnten dabei allerdings nur ein erster Schritt sein. Gerade beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sei ein Energieberater zu empfehlen.

Besuch bekommt Holl zurzeit auch verstärkt von Bürgern, die sich für ein Grundstück im Neubaugebiet „Im Sonneneck“ in Nornheim interessieren. Für Häuslebauer, die energieeffizient bauen wollen, hat sich Holl ein ausgeklügeltes Förderprogramm ausgedacht, mit dem Bauherren kräftig sparen können. „Wir wollen Bauinteressenten damit einen Anreiz bieten, klimaschonend zu bauen.“ Denn dadurch können nicht nur Energie, sondern auch bares Geld gespart werden.

Für den Herbst steht bei Holl schon das nächste Projekt an: Dann will er die Bestandsaufnahme für die Bewerbung um den European Energy Award abgeschlossen haben.
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