10 Tipps gegen Grippe
Durch das im Vergleich milde Winterwetter, das wir derzeit haben, wird die Gefahr recht groß, sich an übertragbaren Erkältungskrankheiten anzustecken.
Das Staatliche Gesundheitsamt Günzburg weist deshalb auf die Bedeutung einer guten körpereigenen Abwehr hin. Diese kann man mit einfachen Mitteln unterstützen, wenn man die Tipps des Gesundheitsamtes befolgt und neben, an sich selbstverständlichen Verhaltensregeln auch auf einen vollständigen Impfschutz achtet.
Besonders im Frühjahr aber auch im Herbst treten gehäuft Erkältungskrankheiten auf. Auslöser können neben den echten Grippeviren auch verschiedene andere Viren sein, die die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum befallen. Die Aus-wirkungen können von einigen Tagen leichten Schnupfen bis hin zu Hirnhautentzündung durch Grippeviren sein. Durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen lassen sich die Ansteckungswahrscheinlichkeit wie die erkrankungsbeding-ten Komplikationen einschränken, betont der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Roland Schmid.
1. Warm anziehen und das Zwiebelprinzip anwenden. Durch Anziehen oder Ablegen von einzelnen Schichten der Kleidung kann die Körpertemperatur einigermaßen konstant gehalten werden.
2. Kalte oder nassse Füße vermeiden, da dies zu einer deutlichen Störung des Wärmehaushaltes des Körpers führt. Wir Menschen regeln unsere Körpertemperatur hauptsächlich über Arme und Beine, was daran erkennbar ist, dass wir immer mal wieder eiskalte oder auch schwitzig-feuchte Hände oder Füße haben.
3. Nasse Haare möglichst schnell trocknen und nicht mit nassen Haaren nach draußen gehen.
4. Den Hals ggf. mit einem Schal warmhalten. Durch die Minderdurchblu-tung der Haut wie der Schleimhäute bei Kälte wird dem Eindringen der Viren Vorschub geleistet.
5. An die frische Luft gehen, natürlich richtig gekleidet, und trockene Heizungsluft anfeuchten. Wenn beim Atmen sehr trockene Luft über die Schleimhaut in der Nase und im Rachen streicht, trocknet auch diese aus und kann Risse bekommen. Durch diese Miniverletzungen finden Viren äußerst leicht Eintritt in den Körper.
6. Durch Anwendung von kaltem Wasser am Ende des Duschvorgangs, durch Wechselduschen oder durch Saunabesuch die Elastizität der Blutgefäße trainieren. Mit einem trainierten Gefäßsystem kann der Körper die Körpertemperatur viel leichter regeln.
7. Einnahme von Zink als Vorbeugung. Der menschliche Körper hat keine Möglichkeit, Zink zu speichern. Dieses ist aber zum Abdichten der Zellen und zur Stabilisierung der Zellwände erforderlich. Das Eindringen von Viren z.B. in die Schleimhautzellen im Nasen-Rachen-Raum ist durch dichte Zellwände erschwert werden.
8. Einnahme von pflanzlichen Mitteln, die nachweislich eine Abwehrsteiger-ung in menschlichem Körper bewirken. Hierzu gibt Ihnen gerne Ihr Apotheker Auskunft.
9. Ausgewogene Ernährung mit hohem Vitaminanteil. Geachtet werden sollte auch auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C. Hungern wie auch sehr starke Stressbelastungen beeinträchtigen auch das allgemeine Abwehrsystem, so dass Krankheitserreger ihre Wirkung schnell und voll entfalten können.
10. Auf vollständigen Impfschutz achten. Impfung gegen Grippe wie auch Lungenentzündung durch Pneumokokken ist besonders wichtig für Personen, die an chronischen Erkrankungen oder Abwehrschwäche leiden. Ältere Mitbürger wie auch solche, die in Gemeinschaftseinrichtungen leben, sollten gegen Grippe geimpft sein. Gleiches betrifft Personen, die in Gemeinschaftseinrichtunge, insbesondere Seniorenheimen, arbeiten, und dadurch diese Erkrankungen weiter tragen können. Die echte Virusgrippe kann zu schlimmen Komplikationen, neben hohem Fieber und langer Krankheitszeit auch zu Hirnhautentzündung oder gar Tod, führen. Die Impfung führt der Hausarzt durch.

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