Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen - eine deutsche Familie kämpft für Afghanistan
Günzburg: Sparkasse Günzburg-Krumbach | Statt eines Eintritts bitten wir im Anschluss an den Vortrag um eine Spende für die "Kinderhilfe Afghanistan".
Korruptionsvorwürfe, Terror-Anschläge, „Kollateral-Schäden“ der NATO-Truppen an der Zivilbevölkerung und immer mehr gefallene eigene Soldaten bestimmen die Themen der Berichterstattung über das durch 30 Jahr Krieg geschundene Land am Hindukusch. Seit dem Frühjahr 2002 versucht die internationale Staatengemeinschaft, mit großem Engagement auch die Bundesrepublik Deutschland, Afghanistan zu stabilisieren. Wie erfolgreich ist dieser Einsatz bisher? Hat sich für das geschundene Volk der Afghanen seither die Lage verbessert? Wer herrscht im Land tatsächlich - Präsident Karzai, die Warlords oder wieder erstarkte Taliban? Was kann eine kleine Familien-Initiative zum Aufbau eines physisch und moralisch zerstörten Landes leisten? Darauf eine Antwort zu geben ist kaum jemand geeigneter als Dr. Reinhard Erös.
Der ehemalige Oberstarzt der Bundeswehr gilt mit mehr als zwei Dutzend Auslandseinsätzen für UNO und Internationale Hilfsorganisationen u.a. in Ost-Timor, Ruanda, Kambodscha, Indien, Bangladesch, Pakistan, Kosovo, Bosnien, Iran und Afghanistan als einer der einsatzerfahrensten deutschen Krisenregionen-Experten und -Helfer. Afghanistan kennt Erös seit mehr als zwanzig Jahren. Schon 1986, während der sowjetischen Besatzung des Landes, hat er sich für vier Jahre von der Bundeswehr unbezahlt beurlauben lassen, um den Menschen in Afghanistan als Arzt zu helfen. Dr. Erös leitete eine Hilfsorganisation und versorgte in der "Illegalität", versteckt in den Höhlen von Tora Bora, Tausende Kranke und Verletzte. Seine Frau und die vier Kinder lebten in der Grenzstadt Peschawar. Osama Bin Laden war damals Nachbar der Familie Erös. 1998, noch während des Taliban-Regimes, gründete Erös mit Frau Annette und den fünf Kindern die Familien-Initiative „Kinderhilfe Afghanistan“ und kehrte nach Afghanistan zurück. Ausschließlich mit privaten Spenden baut Erös seit dem 11. September 2001 über zwei Dutzend moderner Friedens-Schulen als Kontrapunkt zu den primitiven Koran-Schulen der Islamisten, Mutter-Kind-Kliniken, Waisenhäuser, Berufsschulen/Zukunftswerkstätten und Computer-Schulen in den besonders gefährdeten und gefährlichen Ostprovinzen, weit außerhalb von Kabul. Nach seinem vorzeitigen Ausscheiden aus der Bundeswehr Ende 2002 lebt und arbeitet Erös die Hälfte des Jahres in den Bergdörfern Ost-Afghanistans.
Laut „SÜDDEUTSCHE ZEITUNG“ ist die „Kinderhilfe Afghanistan“ von Dr. Erös „die wohl effektivste Hilfsorganisation in Afghanistan“. Seine Expertise in Sachen Afghanistan macht ihn seit dem 11. September 2001 zu einem gefragten Interviewpartner in nationalen und internationalen Medien. Erös berät seit Herbst 2003 Spitzenpolitiker aller Parteien und den Bundestagsausschuss „Entwicklungshilfe“. Er bildet seit 2002 Offiziere und Soldaten der NATO und deutsche Polizeibeamte für ihren Einsatz in Afghanistan aus.



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