Uniform des letzten Leiters der Günzburger Stadtpolizei im Rathaus ausgestellt

Dienstmarke der Kriminalabteilung der Stadtpolizei Günzburg

Vor 40 Jahren ging ein Stück Stadtgeschichte zu Ende: Die bisherige Günzburger Stadtpolizei wurde aufgelöst und die Beamten traten in den Polizeidienst des bayerischen Freistaats über. Die bisherigen Amtsräume der städtischen Polizeidienststelle im Erdgeschoß des Rathauses (u. a. das „Münzkabinett“) wurden frei und dienten fortan kommunaler Repräsentation und als Stadtarchiv. Natürlich wurde auch ein Abschiedsfoto im Sitzungssaal des Rathauses gemacht und es zeigt in der vorderen Reihe in der Mitte den letzten Leiter (seit 1. Januar 1961) der Stadtpolizei, Polizeiamtmann Aloysius Ritter, inmitten seiner Truppe.

Zur Erinnerung an dieses Ereignis wird seine Uniform in den nächsten zwei Wochen im Vorraum zum OB-Vorzimmer (Raum 403) ausgestellt. Das Kleidungsstück gehört heute dem Heimatmuseum und wurde vor kurzem von einer auf Textilien spezialisierten Volkskundlerin auf eine sog. Figurine aufgezogen. In Ritters Dienstzeit fiel u. a. die Aufstellung der ersten Verkehrsampel an der Kreuzung Dillinger Straße/Augsburger Straße. Die örtlichen Verkehrsteilnehmer, die sich an die „neumodische“ Einrichtung nur schwer gewöhnen konnten, sprachen damals von den „Ritter-Lichtspielen“, die auch ein Thema für das „Post-Jörgele“ wurde, einer fast täglich erschienenen heiteren Kolumne der „Günzburger Zeitung“.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 06.08.2010
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