Tina Gössling trat für Hunde in den Hungerstreik-Gössling:" Facebook stand Kopf"- Nicht nur Zuschauen, sondern Helfen ist ihre Devise-Tausende Unterstützer

Tina Gössling aus Bergweiler(Nahe Trier) ist im Rumänischen Tierschutz tätig. Sie war wegen den Zuständen in Rumänien zwei Tage im Hungerstreik. Hier ihre Geschichte (Foto: Privat)
 
(Foto: Privat)
Für Tina Gössling aus Bergweiler in der Nähe von Trier war die Tierliebe schon immer ihr Lebensmittelpunkt. Sie setzt sich auch immer für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit ein, die ihr nach eigenen Angaben sehr wichtig sind. In einem Pressegespräch bezeichnete sie sich als Rettungslos Opstimistisch, ehrlich, sehr ausdauernd, die sich bereits von Klein auf für schwächere einsetzt.
Jetzt ist sie beim Tierschutz für Rumänien tätig. Mitte März entschloß sich die Tierfreundin dann in einen Hungerstreik zu treten und erreichte tatsächlich etwas. Und zwar nicht nur Tausende von Klicks.
Doch der Reihe nach.
Wie kam sie zum Tierschutz in Rumänien:
Im Januar hat sie in Facebook einen Aufruf gefunden für die Hunde in Rumänien zu spenden und für einen Privat organisierten Transport zu sammeln : Passend dazu hat sie einen Spruch gelesen:" Immer nur zu Posten und zu teilen, und zu hoffen dass am Ende der Kette jemand hilft". Da konnte die Frau nicht länger zusehen. Gössling:" Ich habe mich an der Nase gepackt und zusammen mit meinem Mann 2 Umzugskartons voll Verbandsmaterial. und Ähnliches gesammelt und verschickt! Das war ein unbeschreibliches Gefühl, endlich wirklich etwas zu tun!!! Dadurch bekam ich immer mehr von diesem Thema mit!"
Es war wie ein Sog, so die Tierfreundin, Politische Zusammenhänge wurden offenbar.Die Arbeit und das Engagement so vieler Menschen, war Unbeschreiblich.
Traurig war die Hilflosigkeit, der Schmerz , diese grausamen Bilder. Sie war in immer mehr Gruppen bei Facebook dadurch Involviert.

"EINFACH NUR ZU SPENDEN WAR MIR ZU WENIG"

Einfach nur zu Spenden war ihr zu wenig. Daraufhin hat sie beschlossen, zum erstenmal in ihrem Leben an einer Demo teilzunehmen .Ihr Ziel war die Rheinmetropole Köln .Da sie nicht alleine fahren wollte, gründete sie eine Mitfahrgruppe. Dadurch lernte sie Eckhard Kretschmar( er leitet unter anderem die Seite Maps of Hope, Tierschutz in Rumänien) kennen . Sie wurde wegen dieser Idee in die Planungsgruppe aufgenommen.
Ein paar Tage später hat Gössling einen Chat verfolgt. In dieser Diskussion ging es um anstehende Tötungen.Für sie war sofort klar, daß sie helfen mußte. Sie hat sich angeboten SOFORT einen Hund für 30 Tage Distanz zu adoptieren und das Geld per Pay Pal vorzuschießen. Doch das war nicht alles. Sie hat sofort 1 Euro Gruppe für Strays gegründet. Weil ihr sehr schnell klar wurde, daß viele Leute gerne spenden, sich aber nicht leisten können , einen Hund zu nehmen, komplett zu finanzieren,aber hin und wieder ein wenig geben möchten, dachte sie sich das jeder Euro zählt, und gründete die Gruppe.
Sie hat dann 2 Hunde aus der Distanz adoptiert," und ich versuche jetzt sogar mit Unterstützung der Gruppe einen zu sich zu Holen, was aber an der Willkür des Shelters scheiterte."so die Tierschützerin

DER HUNGERSTREIK

Mitte März hat Tina Gössling in Facebook die Nachricht gelesen, das in Timisoara die Hunde nicht mehr mit Futter und Wasser versorgt werden! Obwohl sie sich auf ein Essen mit ihrem Mann und einem Freund gefreut hat, ging es ihr immer schlechter. Sie selbst beschreibt im Pressegespräch, daß sie ein Gefühl hatte, als wäre in ihr etwas zerbrochen. Die Hunde, die Hunger und Durst leiden, ihnen gab niemand zu fressen, gingen ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Im Lokal selber, so die bekennende Vegetarierin, ging ihr der Gedanke nichts mehr zu Essen nicht mehr aus dem Kopf.Trotzdem hat sie den Rest des Essens noch genossen. Danach war dann mit dem Essen Schluß. Sie trat in den Hungerstreik. Mit ihrer Entscheidung nichts mehr zu Essen, versetzte sie ihren Mann in Angst und Panik. Doch Tina Gössling zog dies durch. Gössling wörtlich:" Aber ich konnte nicht anders!" Auf Facebook wurde eine Veranstaltung erstellt. Am nächsten Morgen ist Tina Gössling aus allen Wolken Gefallen.

TAUSENDE HABEN IHRE VERANSTALTUNG GETEILT

Tausende haben ihre Veranstaltung geteilt, ihr Persönliche Nachrichten gesendet, sich um sie gekümmert, ihr Hilfe angeboten. Gössling: Ich war völlig Platt, gerührt, Demütig, Dankbar, Hoffnungsvoll. Es war unbeschreiblich.Facebook stand Kopf, brachte es die Tierfreundin auf den Punkt."
Obwohl ihr Mann und ihre Brüder völlig verängstigt waren, machte sie weiter. Sie fand Nachahmer. Eine Frau schrieb ihr, das sie schwer krank sei, nicht fasten kann, aber nur noch ein Joghurt und eine Scheibe Brot mit Salz gegessen hat. Von der Insel Fehmarn bekam sie eine Nachricht von einer Frau die zu 100% an diesem Hungerstreik teilnahm.
Zwar trieb die Tieraktivistin der Hunger immer wieder, doch sie schaffte es nicht etwas zu Essen.
Einen Tag später, am 18. März gab es Gerüchte um die Rettung von Hunden in Timisoara. Nach Rücksprache mit einem Mann in Rumänien, der die Rettung der Hunde bestätigt hatte, konnte sie es kaum glauben.
Ob die Rettung der Hunde mit ihrer Hungeraktion zu tun hatte, oder ob dies in die Verhandlungen eingeflossen ist, kann Tina Gössling nicht sagen.Sie vermutet aber das dies tatsächlich in die Verhandlungen eingflossen sein könnte. Tina Gössling ging es in erster Linie natürlich um das Wohl der Tiere, aber auch um die vielen Menschen, die aus ihrer Aktion wieder Mut und Hoffnung geschöpft haben, und um die Gleichgültigkeit und Ignoranz, die viele Menschen gegenüber den Tieren entgegenbringen. Doch nachdem sie jetzt ihr Ziel erreicht hat, ihr Mann sie angefleht hat, gab es erstmals wieder ein Käsebrot. " Soll ich Hungern bis sich die Politik in Rumänien ändert," fragt die Tierschützerin. Da könnte sie womöglich Hungern bis zum St. Nimmerleinstag. Denn was dies die Politiker das beweisen ja die Berichte über die Antworten von Bundespräsident und Bundeskanzlerin.Aber wenn am 17. Mai wieder zehntausende Europaweit für die Rumänischen Hunde auf die Straße gehen, wird eine mit an vorderster Stelle sein : Tina Gössling. Und das ist gut so. Der Tierschutz braucht solche Menschen, die sich engagieren, und nicht nur reden.Noch kann Tina Gössling nicht viel Essen." Es ist wie ein schlechtes Gewissen". Sie fragt sich hätte ich mehr erreichen können. Nein. Aber sie hat für die zwei Tage die sie auf das Essen verzichtet hat eines Verdient: Allen Respekt
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2 Kommentare
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Martina Gössling aus Bergweiler | 07.04.2014 | 17:47  
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