Projekte in den Dorfkernen gefördert

Eine Födermaßnahme aus Mindelaltheim (Foto: Landratsamt Günzburg - Fachbereich Bauwesen)
Günzburg: Landratsamt Günzburg | Zur Stärkung der Dorfentwicklung unterstützt der Landkreis Günzburg auch dieses Jahr bedeutende Baumaßnahmen in historischen Dorfkernen. Fünf private Vorhaben werden heuer mit jeweils 1000.- € bezuschusst. Ausgezeichnet wurden die vorbildlichen Sanierungen und Neubauten von

- Christoph Hubmann, Schönebach (Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Gasthofes zum Löwen)

- Stefan Keppler, Großkötz (Sanierung des ehemals landwirtschaftlich genutzten Anwesens zu Altelier und Werksstatt für Musikinstrumente)

- Julia Langhans, Balzhausen (Neubau eines Einfamilienhauses)

- Kathrin Littwin und Herrn Thomas Schäffer, Mindelaltheim (Neubau eines Einfamilienhauses und Umbau des Stadelgebäudes)

- Josef Paul, Aletshausen (Neubau eines Wohnhauses)

Insgesamt sind damit in den letzten 13 Jahren 55 Einzelmaßnahmen in dörflichen Altortlagen durch den Landkreis mit zusammen 80 000 € gefördert worden. Beispielhafte Neubauten und Sanierungen im Ortsinneren sollen die Möglichkeiten und Chancen einer zukunftsweisenden dörflichen Innenentwicklung aufzeigen und zur Nachahmung anregen.

Die Unterstützung ist deshalb notwendig, weil aufgrund des anhaltenden Strukturwandels in der Landwirtschaft immer mehr ortsbildprägende landwirtschaftliche Anwesen in unseren Dörfern gefährdet sind. Verfall und Abbruch drohen. Mit dem Verlust der landwirtschaftlichen Anwesen in den Dörfern geht vor allem in kleineren Ortschaften seit längerem der Wegfall von Einrichtungen wie z.B. Gasthäuser, Schulen/Kindergärten, Post und kleinen Läden einher. Die Entwicklung führt zu gravierenden Veränderungen in den Dörfern. Die Dörfer verlieren nicht nur ihr typisches Aussehen, sondern auch ihre Einmaligkeit. Neben der orts- und baugeschichtlichen Bedeutung dieser Anwesen sind sie für die Identitätsbildung der Dorfgemeinschaft von größter Wichtigkeit. Von den 155 Ortsschaften und Weilern des Landkreises sind 140 (90 %) davon betroffen. In diesen leben etwa die Hälfte der Einwohner des Landkreises (60 000).

Es gilt deshalb nicht nur die vorhandenen dörflichen Nutzungsangebote zu erhalten und zu stärken, sondern auch neue Nutzungskonzepte zu entwickeln, um die Lebensqualität in der Familien- und Kinderregion Günzburg nachhaltig zu verbessern.
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