Oberbürgermeister verpflichtet Feldgeschworene - Zwei Ehrenamtliche für die Gemarkungen Riedhausen und Reisensburg

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hat Walter Izsa aus Riedhausen und Helmut Nimsgern aus Reisensburg als Feldgeschworene verpflichtet. Unser Bild zeigt von links: Sachgebietsleiter Tiefbau, Edgar Schneider, Technischer Angestellter im Tiefbauamt Steven Färber, Helmut Nimsgern, Walter Izsa, und Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.
In Bayern gibt es über 80 Millionen Grenzpunkte, davon über 30 Millionen Grenzsteine. Um den Bestand und Erhalt dieser Grenzzeichen kümmern sich Feldgeschworene, die zusammen mit den Vermessungsämtern jährlich mehr als 250.000 Abmarkungen durchführen. Jetzt hat Oberbürgermeister Gerhard Jauernig zwei Feldgeschworene für die Gemarkungen Riedhausen und Reisensburg verpflichtet.
Walter Izsa aus Riedhausen und Helmut Nimsgern aus Reisensburg haben sich bereit erklärt, das kommunale Ehrenamt zu übernehmen. Die Aufgabe der Feldgeschworenen besteht darin, bei der Abmarkung von Grundstücken mitzuwirken. Sie können Grenzzeichen auswechseln, höher oder tiefer setzen oder gefährdete Grenzzeichen sichern, sofern die Grundstückseigentümer damit einverstanden sind.
Dabei übernehmen die Vermessungshelfer eine wichtige Mittlerfunktion zwischen Bürger und Vermessungsamt und tragen durch ihr örtliches Engagement zum nachbarschaftlichen Frieden bei. Als Schutz vor willkürliche Versetzung durch Unbefugte verwendeten die Feldgeschworenen in der Vergangenheit geheime Zeichen, die unter die Grenzsteine gelegt wurden. Diese so genannten „Siebenerzeichen“ waren meist besonders geformte und vielfach beschriftete Zeichen aus Ton, Glas, Porzellan oder Metall.
Im Beisein von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig verpflichteten sich Walter Izsa und Helmut Nimsgern zur gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit, zur Verschwiegenheit sowie zur Wahrung des „Siebenergeheimnisses“. Der OB bedankte sich für das Engagement der beiden neugewonnenen Feldgeschworenen. „Als ortskundige und anerkannte Vertrauenspersonen sind Sie unersetzbar“, so Jauernig.
„Feldgeschworene sind wertvolle Partner der bayerischen Vermessungsverwaltung und dort nicht mehr wegzudenken“, sagte der Rathauschef. Bereits seit über 500 Jahren engagieren sich Bürger im ältesten kommunalen Ehrenamt. Sie werden auf Lebenszeit gewählt und vereidigt.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.