Neues EU-Ölembargo erweitert Iran-Sanktionen beträchtlich - Auswirkung auch auf schwäbische Wirtschaft

Ab Juli soll ein Ölembargo gegen den Iran in Kraft treten. Schwäbische Firmen spüren immer größere Belastungen. Ölprodukte bilden mit 90% den Löwenanteil der iranischen Exporte. Viele Bereiche des Alltags und der Privatwirtschaft des 78 Millionen Einwohner zählenden Landes müssen bereits heute mit den Folgen der seit Jahren bestehenden Sanktionsmaßnahmen zurechtkommen. Nun drohen dem Land noch härtere Maßnahmen.

Auch in Schwaben klagen immer mehr - insbesondere mittelständische - Unternehmen über die zunehmende Belastung, die deren traditionelle Wirtschaftsbeziehungen zu iranischen Geschäftspartnern durch nachhaltige Exportbehinderungen überschatten. „Natürlich muss verhindert werden, dass deutsches Know-how und deutsche Technik zu kriminellen Zwecken beschafft wird“, betont Anis Azouz, Außenwirtschaftsexperte für den Nahen und Mittleren Osten der IHK Schwaben, „aber mittlerweile können unsere Firmen selbst behördlich als einwandfrei geprüfte Exporte kaum noch durchführen, da ihre Bank die Zahlungen aus dem Iran oft nicht mehr entgegen nimmt.“ Hintergrund sind nicht zuletzt die immer komplexeren Verbots- und Prüfvorschriften, die auch die Finanzinstitute aus Angst vor Fehlern zurückschrecken lassen.
Auch Guthaben und Konten der iranischen Zentralbank in Europa sollen eingefroren werden, um etwa die Bezahlung von Öl zu unterbinden.

Azouz sieht die aktuelle diplomatische Konfrontation zwischen EU und Iran mit Sorge: „Uns ist keine Gefährdungslage für die Präsenz unserer Firmen vor Ort bekannt. Allerdings wird durch die politischen Auseinandersetzungen die ehemals gute Wettbewerbsposition der deutschen Hersteller für Konsum- und Industrieprodukte weiter geschwächt – zugunsten konkurrierender Anbieter auf den Weltmärkten. Zunehmend verlieren schwäbischen Unternehmen auch enge Geschäftspartner, die einen großen Teil ihrer Ausbildung in Deutschland absolvierten und somit bestens mit der Sprache und den hiesigen Gepflogenheiten vertraut sind“. Die IHK Schwaben beobachtet die anstehende politische und wirtschaftliche Entwicklung weiterhin genau.

2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können dann mit einem zweiten Klick Ihre Empfehlung an Facebook senden.
Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können dann mit einem zweiten Klick Ihre Empfehlung an Twitter senden.
Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Twitter. Mehr dazu rechts unter .
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können dann mit einem zweiten Klick Ihre Empfehlung an Google+ senden.
Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Google+. Mehr dazu rechts unter .
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen Webseiten Senden
1 Kommentar zum Beitrag
23.599
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 26.01.2012 um 16:50 Uhr  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.

Ähnliche Beiträge Übereinstimmende Themen:

Markus Ferber (EVP/CSU): MiFID: Europäische... Mehr Transparenz beim Anlegerschutz / Hochfrequenzhandel und Spekulation mit Rohstoffen beschränken / Gesetzgebung im Europaparlament Die...
Eine Chance für junge Menschen – auch die... Seit 2005 hat die IHK Schwaben 218 Teilzeitausbildungen erfolgreich begleitet. In Schwaben haben in den vergangenen sieben Jahren bereits 218...
Wohlstand durch mehrere Indikatoren messen Objektivität mit nur einem Indikator erheblich beeinträchtigt Die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ debattierte am Montag...