Mehr Barrierefreiheit für Günzburg - Günzburg wird Modellstadt für Programm „Bayern barrierefrei 2023“

Behinderte Menschen stoßen im Alltag häufig auf Probleme: im Bus, in Cafés, in Kinos und im Straßenverkehr. Bordsteinkanten sind für Rollstuhlfahrer unüberwindbare Barrieren, fehlende Ampelanlagen für Sehbehinderte besonders gefährlich.

Mit dem jetzt gestarteten Sonderinvestitionsprogramm „Bayern barrierefrei 2023“ will der Freistaat für Menschen mit Behinderungen innerhalb der nächsten zehn Jahre barrierefrei werden. Das Programm soll zunächst in verschiedenen bayerischen Modellkommunen erprobt werden. Wie das Innenministerium vor wenigen Tagen mitteilte, wird Günzburg eine von drei Modellkommunen in Schwaben.

„Das sind tolle Nachrichten für Günzburg“, freut sich Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Das Investitionsprogramm hatte Ministerpräsident Horst Seehofer im November in seiner Regierungserklärung angekündigt. Sofort nach Bekanntwerden des Förderprogramms hatte sich die Stadt Günzburg um die Aufnahme beworben.

Mit dem barrierefreien Aufgang zum Schloss und dem geplanten Aufzug am Lutz-Areal gehe Günzburg bereits große Schritte in Richtung Barrierefreiheit, so der Rathauschef. Es bestehe aber noch weiterer Handlungsbedarf. Dazu gehören eine gute Begehbarkeit des Marktplatzes, die leichte Erreichbarkeit der Stadtmitte von der Unterstadt aus und ein barrierefreier Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Geschäften. Ein Gesamtkonzept für die Große Kreisstadt sei sinnvoll und nötig, um aus dem angekündigten Investitionsprogramm Fördermittel beantragen zu können, so Stadtbaumeister Georg Dietze.

„Die Untersuchung wird sich auf die Kernstadt konzentrieren. Das Konzept wird unter Einbindung der Interessenvertreter der betroffenen Gruppen im Herbst erarbeitet“, so Dietze. Mit am Tisch sitzen werden unter anderem der städtische Arbeitskreis für Menschen mit Behinderungen und der Seniorenbeirat.

Die Große Kreisstadt bemühe sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen um die Verbesserung der Barrierefreiheit in Günzburg, so der Rathauschef. Mit der Zusage des Innenministeriums, Modellstadt für das Programm zu werden, habe die Günzburg sehr gute Perspektiven, um die Barrierefreiheit weiter voran zu bringen, betonte der OB.

„Auch im Hinblick auf den demographischen Wandel sind wir gut beraten, die Barrierefreiheit in unseren Städten zu verbessern“, sagte Jauernig. „Mit der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat haben wir einen wichtigen Etappensieg erreicht, um der Umsetzung dieser Herkulesaufgabe gewachsen zu sein.“
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