Markus Ferber (EVP/CSU): Griechenland: EU-Hilfen stehen nicht zur Diskussion

von Stefan Baisch aus Günzburg | am 17.03.2010 | 188 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild
CSU-Europaabgeordneter Markus Ferber

Sparprogramm Athens muss hart und überzeugend sein / Griechenland hat Chance auf echte Reformen /
Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe:

Ein EU-Hilfspaket für Griechenland steht nicht zur Diskussion. Vielmehr hat Athen jetzt mit einem harten und konsequenten Sparprogramm die Chance auf echte Reformen, die das Land langfristig stabilisieren. Das sagte der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber. "Die griechische Regierung hat sich ein Herz gefasst und will strukturelle Veränderungen voranbringen und alte Zöpfe abschneiden. Das sollte die EU unterstützen und nicht stattdessen doppelte Böden einziehen", so Ferber vor dem heutigen Treffen der Finanzminister der Euro-Zone.

"Griechenland kann jetzt bei der Durchschlagskraft der Steuerverwaltung, beim Anheben des Renteneintrittsalters und bei der Verschlankung des Öffentlichen Dienstes eine neue Ära beginnen. Die EU sollte mit erfahrenen Experten vor Ort dabei helfen, dass Athen wieder ein respektables Mitglied der Eurozone werden kann. Alles andere würde demotivierend wirken und den Reformwillen der Regierung schwächen", sagte der CSU-Europaabgeordnete.

Griechenland muss nach den Auflagen der EU-Finanzminister sein Haushaltsdefizit von 12,7 Prozent im vergangenen Jahr um vier Prozentpunkte im laufenden Jahr verringern. Athen will dazu Steuern erhöhen und Ausgaben im öffentlichen Dienst streichen.

"Das Sparprogramm Athens verdient seinen Namen und die Unterstützung der EU-Finanzminister. Nur wenn Griechenland seinen Haushalt nachhaltig konsolidieren muss, bleibt der notwendige Reformdruck erhalten. Die Märkte vertrauen auf die Glaubwürdigkeit dieses Weges. Nicht zuletzt die erfolgreiche Platzierung der jüngsten griechischen Staatsanleihe hat das bewiesen", so Ferber.

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