Landrat übergibt neues Katastrophenschutz-Fahrzeug

Landrat Hubert Hafner und der Fachbereichsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Günzburg, Roman Gepperth, übergeben dem Leiter der UG-ÖEL, Markus Dopfer, im Beisein eines Vertreters des Fahrzeuginnenausbauers den ELW2.
Landrat Hubert Hafner hat vor kurzem an die Unterstützungsgruppe des Örtlichen Einsatzleiters im Katastrophenschutz (kurz UG-ÖEL) einen neuen Einsatzleitwagen übergeben.
Vereinfacht ausgedrückt kann die UG-ÖEL als das Sekretariat des Katastrophenschutz-Einsatzleiters bezeichnet werden.
Sie setzt sich aus Helfern verschiedener Feuerwehren des südlichen Landkreises zusammen. Der Standort der Unterstützungsgruppe ist Neuburg an der Kammel.

Die Kosten für den Ankauf und den Ausbau des Fahrzeugs hat zu einem Großteil der Landkreis Günzburg übernommen. Daneben haben aber auch der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Günzburg sowie zahlreiche Firmen bzw. Betriebe des Landkreises zum Gelingen des Gesamtprojekts beigetragen. Bei der Übergabe des Fahrzeugs dankte der Leiter der UG-ÖEL, Markus Dopfer, dem Landrat für sein Engagement bezüglich des Fahrzeugausbaus und für die bereitgestellten Finanzmittel. „Nachdem die Mannschaft die nötigen Übungen und Ausbildungen auf dem neuen Fahrzeug absolviert hat und sich mit der Technik vertraut gemacht hat, wird das Fahrzeug in einigen Wochen in Dienst gestellt“, so Dopfer abschließend.

Der Landkreis Günzburg hatte sich für den Aufbau eines Einsatzleitwagen 2 (ELW2) entschieden. Der Einsatzleitwagen verfügt über einen Besprechungsraum, in dem auch die Lagedarstellung durchgeführt werden kann, sowie über einen Funkraum mit drei Kommunikationsplätzen. Die Funkarbeitsplätze sind mit EDV und Telefon ausgestattet. Aus dem Funkraum können Bilder, Karten und andere Darstellungen auf einen größeren Bildschirm in den Besprechungsraum übertragen werden. Das Fahrzeug kann über einen mitgeführten Stromerzeuger unabhängig vom Stromnetz betrieben werden.
Dass es wichtig ist, dass der Landkreis seine Katastrophenschutzeinheiten mit moderner und sinnvoller Technik ausstattet, hat auch nicht zuletzt das Hochwasser im vergangenen Jahr bewiesen.

Entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung einer Katastrophe ist, dass der Katastrophenschutzbehörde im Landratsamt eine schnelle und wirksame Einsatzleitung zur Verfügung steht. Der Örtliche Einsatzleiter ist die entscheidungsbefugte Führungskraft des Katastrophenschutzes. Ihm obliegt die taktisch-operative Führung für alle, im Katastrophengebiet eingesetzten Kräfte. Ein wichtiges Segment dieser Einsatzleitung ist auch die Unterstützungsgruppe des Örtlichen Einsatzleiters, deren Einsatzspektrum vielfältige Tätigkeiten umfasst. Die UG-ÖEL sorgt unter anderem für die Einrichtung einer Führungsstelle (meist im Einsatzleitwagen), die unmittelbare Assistenz für den Örtlichen Einsatzleiter und seine Abschnittsleiter, sowie die Kommunikation zu den unterstellten Fachdiensten und der übergeordneten Katastropheneinsatzleitung. Außerdem ist sie für die Einsatzdokumentation bei Großschadenslagen und koordinierungsbedürftigen Ereignissen verantwortlich.

Die Helfer der UG-ÖEL engagieren sich im Bereich des Katastrophenschutzes zusätzlich zu ihrem Ehrenamt als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau. Der Wirkungskreis der Katastrophenschutzhelfer der UG-ÖEL hat somit nur wenige Berührungspunkte mit den klassischen Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr. Das Engagement dieser ehrenamtlichen Helfer ist heutzutage wichtiger denn je. Insbesondere seitdem es wegen der Aussetzung der Wehrpflicht keine verpflichteten Helfer im Katastrophenschutz mehr gibt.

Info:

Interessieren Sie sich neben Ihren Tätigkeiten bei einer Freiwilligen Feuerwehr auch für eine Mitarbeit im Katastrophenschutz des Landkreises Günzburg, so können Sie sich gerne unter 08221/ 95 – 255 näher über die Tätigkeiten der Unterstützungsgruppe informieren.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 19.04.2014
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