Landrat kümmert sich um Lkw-Verkehr in Kötz

v. r.: Landrat Hubert Hafner im Gespräch mit Bürgermeister Ernst Walter und den Verantwortlichen des Paketzentrums in Deffingen: Maximilian Mühlbauer, Niederlassungsleiter, und Erwin Fuchs, Verkehrsleiter
Immer wieder gibt es Beschwerden über den starken Lkw-Verkehr in Kötz. Ein besonderer Punkt sind die „gelben Laster“ des Paketzentrums in Deffingen, die den Bürgern besonders auffallen. Diese kommen auch schon in den frühen Morgenstunden ab 04:00 Uhr und werden dann als besonders störend empfunden, wenn sie durch den Ort „donnern“.

Landrat Hubert Hafner hat sich der Sache angenommen und sich mit den zuständigen Vertretern der Deutschen Post AG in Verbindung gesetzt. Am Dienstag fand im Landratsamt ein Gespräch mit den für das Paketzentrum in Deffingen Verantwortlichen - Post-Niederlassungsleiter Maximilian Mühlbauer und Verkehrsleiter Erwin Fuchs - statt. Auch Bürgermeister Ernst Walter war dabei.

Mühlbauer betont, dass dem Paketzentrum an einem guten Verhältnis zu den umliegenden Gemeinden gelegen ist. Er zeigt für die Sorgen der Kötzer Bürger durchaus Verständnis. Die dem Paketzentrum gehörenden Lastwagen hat er auf die Mahnung des Landratsamts hin angewiesen, nicht mehr durch Kötz zu fahren, wenn keine direkte Tour dies fordert. Die firmeneigenen Fahrzeuge befolgen diese Anweisung. Allerdings sind das nur 20 Prozent des Paketzentrum-Verkehrs. Die anderen 80 Prozent werden durch Speditionen abgewickelt.

Mühlbauer stellt in diesem Zusammenhang klar: „Die von der Post beauftragten Firmen fahren meist ebenfalls gelbe Laster. Sie haben aber kein Günzburger oder Ravensburger Kennzeichen.“ Diese Fahrzeuge gehören nicht der Post und auf diese Fahrzeuge hat die Post nur wenig Einfluss. Die im Auftrag fahrenden Speditionen hat das Paketzentrum aber ebenfalls auf das Lärmproblem in Kötz hingewiesen und gebeten, die Autobahn zu nutzen. Allerdings können die Fremdunternehmen nicht dazu gezwungen werden. Mühlbauer versichert jedoch, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzusetzen, um für Kötz eine Erleichterung zu erreichen.

Der Landrat wird jetzt prüfen lassen, wieviele Lkw tatsächlich am Morgen vor 06:00 Uhr durch Kötz fahren. Im September wurde bereits einmal gezählt, das soll in den kommenden Wochen nochmals wiederholt werden. „Vielleicht hat unser Appell ja doch schon gewirkt. Viel mehr Möglichkeiten, als an die Unternehmen zu appellieren, haben wir nicht“. Außerdem wird man mit den bekannten Speditionen Kontakt aufnehmen.
Die Verkehrsbehörde des Landratsamts wird auch nochmals weitere Möglichkeiten für eine Verkehrsberuhigung in Kötz prüfen.
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