Fliegerhorst Leipheim - Chancen ergreifen, Risiken begrenzen

Blick vom Fliegerhorst Richtung Günzburg

In welcher Weise soll sich Günzburg an der Konversion des Fliegerhorstes Leipheim beteiligen? Mit dieser Frage beschäftigte sich auch die CSU in Günzburg in den letzten Monaten intensiv.
Da das Gelände auf der Gemarkung von drei Gemeinden liegt, war für die CSU von Anfang an klar, dass ein koordiniertes Vorgehen der beteiligten Gemeinden Leipheim, Bubesheim und Günzburg notwendig ist. Andernfalls wäre die Konversionsmaßnahme kaum bzw. nur schwierig durchführbar. Diese Zusammenarbeit soll in der Form eines Zweckverbandes erfolgen. Neben dem unstrittigen Planungsauftrag stellt sich die Frage, ob der Zweckverband auch den Grund erwerben soll.
Der Bund (BIMA) als derzeitiger Eigentümer hat als Ziel den Verkauf an einen Abnehmer. Er bietet das Gelände den Kommunen zu einem attraktiv erscheinenden Preis an. Hinzu kommen aber weitere Kosten in wesentlich größerer Höhe u. a. für den Abbruch der nicht verwendbaren Gebäude, für Nachzahlungen im Falle eines gewerblichen Verkaufs und für die Verwaltung, Sicherung und Vermarktung des Geländes. Insgesamt wird mit Kosten in einem hohen sechsstelligen Bereich pro Jahr gerechnet. Alternative zu einem Verkauf an den Zweckverband wäre eine europaweite Ausschreibung des Geländes durch die BIMA. Bei einem Verkauf an einen Dritten würden aber die Möglichkeiten der beteiligten Kommunen wesentlich eingeschränkt.
Nach intensiven Überlegungen spricht sich die CSU für die Beteiligung der Stadt an dem Zweckverband einschließlich Grunderwerb aus. Die Frage, ob das Gelände entwickelt werden soll, stelle sich nicht - die Konversion komme auf jeden Fall. Die Frage sei nur, ob wir zuschauen oder mitgestalten, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Ermer. Die Beteiligung am Zweckverband sei eine langfristige Investition in die Zukunft der Stadt. Bedingung dafür sei aber eine Beteiligung des Landkreises im Zweckverband und dies nicht nur aus finanziellen Gründen. Damit werde deutlich, dass diese Konversion eine Herausforderung und eine Chance für den ganzen Landkreis ist. Auch sei der Landkreis ein wichtiger Partner z. B. bei der Vermarktung oder der Verkehrsplanung.

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