„Fenster der Gelegenheit“ – Frühe Hilfen als Prävention zum Kinderschutz

Sabine Weins (KoKi), Martin Hannig (Jugendamtsleiter), Barbara Hellenthal (Fachbereichsleiterin), Dr. Heinz Kindler (Deutsches Jugendinstitut), Birgit Martens (KoKi) und Jürgen Volz (KoKi)
Das Netzwerk Frühe Kindheit, die „Koordinierende Kinderschutzstelle“ des Landkreises Günzburg veranstaltete einen Fachvortrag zur Prävention von Kindeswohlgefährdungen durch den rechtzeitigen Einsatz von Hilfen in der frühen Kindheit. Als Referent konnte der renommierte Experte Dr. Heinz Kindler, Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut und am Nationalen Zentrum Frühe Hilfen, gewonnen werden.
Die Forschung über die Wirksamkeit und die Effekte von frühzeitig angebotenen Hilfen in der Altersgruppe der unter Dreijährigen („Frühe Hilfen“) ist noch recht jung. Trotzdem konnte mittlerweile nachgewiesen werden, dass durch breit aufgestellte „Frühe Hilfen“ die Zahl derjenigen Kinder, die von Vernachlässigung und/oder Misshandlung betroffen sind, um 30 % reduziert werden konnte.
Auch hat sich gezeigt, dass gerade die Familien von den „Frühen Hilfen“ am meisten profitieren, die oftmals Schwierigkeiten haben, sich diese Hilfen selbst zu organisieren. Daher ist es für ein „Netzwerk Frühe Kindheit“ so wichtig und wesentlich, aktiv auf die Familien zuzugehen.
In der Zeit der Geburt eines Kindes ist die Gesundheitshilfe in fast allen Familien präsent. Hier stehe ein „Fenster der Gelegenheit“ offen, am Beginn eines neuen Lebens denjenigen Familien Hilfen engagiert anzubieten, die von guten Startbedingungen am meisten profitieren können. Sei es die Unterstützung in der Organisation des neuen Familienalltages, die Förderung von Erziehungskompetenzen oder der Ausbau der elterlichen Beziehungskompetenzen, - es gebe viele Möglichkeiten, die gute Atmosphäre des Neubeginns aufzugreifen und passgenaue Hilfen zu vermitteln.
An diesem Punkt erfolgte eine engagierte Diskussion der Fachkräfte, vorrangig aus dem Bereich der Gesundheitshilfe und Jugendhilfe, insbesondere über die möglichen und wirksamen Formen von Frühen Hilfen und über die Notwendigkeit von Netzwerkstrukturen, damit die Hilfen auch in den Familien ankommen.
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