E.ON hat hohe Verluste zu verzeichnen

Wie der börsennotierte Energiegigant E.ON kürzlich mitteilte, hat der Konzern im dritten Quartal 2014 enorme Nettoverluste in Höhe von rund 835 Millionen Euro zu verzeichnen. Verglichen mit den Quartalszahlen des Vorjahres, hier waren es 464 Millionen Euro, kann man also beinahe von einer Verdopplung sprechen. Dennoch gab es ein Umsatzwachstum um 2,2 Prozent.

Aber auch der Netto-Cashflow ist von Januar bis September 2014 zurückgegangen, was vor allem der schwachen russischen Währung und den gestiegenen Energiekosten zu verdanken sei. Aber auch die Sanktionen gegen Russland aufgrund der Ukraine-Krise haben ihre Spuren hinterlassen. Alleine in Russland sind die Geschäfte in den letzten neun Monaten bereits um rund ein Fünftel gesunken, Tendenz weiter fallend.

Da E.ON bestrebt ist, diese Defizite zu kompensieren, konzentriert sich der Konzern nun vermehrt auf Schwellenmärkte wie zum Beispiel Brasilien oder die Türkei, wo die Nachfrage größer sei als in Europa. Im gleichen Zug hat E.ON bereits sehr viele westeuropäische Beteiligungen verkauft, wodurch es auf den neuen Märkten wohl entsprechende Schwankungen geben wird. Man gehe allerdings nicht davon aus, dass die Neuausrichtung auf die Schwellenländer eine solide Basis biete, da beispielsweise alleine in der Türkei die Energieträgerkosten deutlich höher seien und Brasilien mit einem Kollaps zu kämpfen hätte.

Augen auf bei Investitionen in E.ON


Wer gewillt ist, in Aktien von E.ON zu investieren, der sollte sich in jedem Fall zuvor mit den Entwicklungen in den Schwellenländern auseinandersetzen, darf aber auch Russland nicht aus den Augen lassen. Denn E.ON ist nun komplett von den kleinen Märkten abhängig, wenn das Unternehmen noch einmal ein Wachstum erzielen möchte, doch sind diese derzeit noch alles andere als stabil.


Quelle: http://de.anyoption.com/blog/e-on-kampft-mit-verlu...
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