Eingaben zum Bundesverkehrswegeplan 2030 erfolgreich – Günzburg bleibt auch nach Neu- und Ausbau der Bahnlinie Fernverkehrshalt

Nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 wurden die Eingaben im Bundesverkehrsministerium inzwischen bearbeitet und die Projekte neu bewertet.

Landrat Hafner kann sich freuen: Für den Landkreis Günzburg war die Eingabe in Bezug auf die Neu- und Ausbaustrecke der Bahnlinie Ulm-Augsburg ein voller Erfolg. Der Bahnausbau Ulm-Augsburg ist vollständig in den vordringlichen Bedarf übernommen worden. Auch wurde festgeschrieben, dass Günzburg weiterhin ein Fernverkehrshalt bleiben wird.

Im ersten Entwurf war noch eine Neubautrasse von Unterfahlheim über Jettingen „in Anlehnung an die A8“ nach Dinkelscherben vorgesehen. Diese Planung wäre damit an Günzburg vorbeigegangen.

Das Gesamtprojekt der Neu- und Ausbaustrecke Ulm-Augsburg war auch nicht verbindlich im „vordringlichen Bedarf“ vorgesehen. Dazu hätten erst noch weitere Gutachten und Untersuchungen erfolgen sollen. Aber nur eine Einstufung als vordringlicher Bedarf hat auch eine echte Realisierungschance.

Der Landkreis Günzburg, die Stadt Günzburg und alle im Einzugsbereich der Neubautrasse gelegenen Gemeinden, auch der Wirtschafts- und Strukturbeirat des Landkreises, haben sich gegen eine Abkoppelung von Günzburg gewandt und beim Bundesverkehrsministerium eine Modifizierung der Planung gefordert. Die Bahnstrecke Ulm- Augsburg müsse über Günzburg geführt werden, ein Abschneiden der Stadt vom Fernverkehr sei nicht vorstellbar.
Das Projekt müsse zudem verbindlich in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden, da der Abschnitt der letzte zweigleisige Teil auf der Magistrale Paris-München-Budapest sei und schon jetzt wie ein Flaschenhals wirke. Spätestens nach Fertigstellung der Strecke Stuttgart-Ulm wird es vordringlich sein, auch die Strecke Ulm-Augsburg auszubauen.

Landkreis, Stadt und Gemeinden haben von der Möglichkeit der „Online“-Eingabe zum Bundesverkehrswegeplan Gebrauch gemacht. Landrat Hafner und Oberbürgermeister Jauernig haben zusätzlich bei Herrn Bundesverkehrsminister Dobrindt sich in einem gemeinsamen Schreiben für einen Neubau/Ausbau der Bahnstrecke über Günzburg ausgesprochen.

Und die Eingabe hatte Erfolg:
Die Neu- und Ausbaustrecke Ulm-Augsburg wurde als neues Projekt verbindlich in den vordringlichen Bedarf aufgenommen.

Das Projekt wurde jetzt entsprechend modifiziert. Laut neuem BVWP-Entwurf soll die Neu- und Ausbaustrecke „in einem Korridor“ von Neu-Ulm über Günzburg, Jettingen nach Dinkelscherben geführt werden. Damit sind nun mehrere Planungsmöglichkeiten eröffnet, eine Anlehnung an die A 8 ist nicht mehr zwingend.

Und wichtigste Festlegung: Günzburg bleibt Fernverkehrshalt. Die Stadt Günzburg wird somit ihre Bedeutung im Bahnverkehr beibehalten.

Das gemeinsame Vorgehen in der Angelegenheit hat zu einem großen Erfolg geführt. Denn jetzt besteht ein berechtigte Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit zu einem Streckenausbau kommt - mit Bahnhaltepunkt Günzburg.
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Heinz Huber aus BestOf | 20.07.2016 | 17:36  
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