CIMC Silvergreen stellt neues Verwaltungsgebäude vor

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig besichtigte gemeinsam mit Marc Meylaers (r.) und Paul Stempfle (l.) von CIMC Silvergreen sowie David Li, Vorstandsmitglied beim chinesischen Mutterkonzern CIMC, das neue Verwaltungsgebäude auf dem Kimmerle-Areal. Als Dank gab es vom Rathauschef einen Kuchen in Trailerform. Foto: Andreas Lubitz/ CIMC Silvergreen.

Produktion startet – OB Jauernig begrüßt Mitarbeiter und führt Spitzengespräch mit Firmenvorstand


Günzburg. Das Unternehmen CIMC Silvergreen hat zum Jahreswechsel sein neues Domizil in Günzburg bezogen. Das Verwaltungsgebäude auf dem Kimmerle-Areal an der Bundesautobahn A 8 wurde nach nur einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Auch die Produktion steht in den Startlöchern: Noch im Februar wird der neue regionale Hersteller von Sattelaufliegern den Betrieb in Günzburg aufnehmen. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hat gemeinsam mit dem Firmenvorstand von CIMC Silvergreen die neuen Mitarbeiter in Günzburg begrüßt und das Verwaltungsgebäude besichtigt.

Das Bürogebäude verfügt über eine Geschossfläche von 1.500 Quadratmetern. Die Außenfassade erinnert mit ihren Auskragungen und Verschiebungen an gestapelte Seecontainer – dem Kerngeschäft des Mutterkonzerns CIMC – und ist gemäß den Firmenfarben von CIMC Silvergreen in silber und grün gehalten. Modernste Energietechnik mit Erdwärme und Kühldecken sorgt den Umweltzielen des Unternehmens entsprechend für annähernde Klimaneutralität. Neben modernster Bürotechnik bietet der lichtdurchlässige Verwaltungstrakt den Angestellten auch eine Cafeteria und einen Freibereich.

Oberbürgermeister Jauernig lobte die schnelle und professionelle Projektentwicklung vor Ort. „Nach kürzester Planungs- und Bauzeit ist auf dem Kimmerle-Areal eines der modernsten Bürogebäude der Stadt gebaut worden“, betonte der Rathauschef. „Das rasante Wachstum auf dem Areal ist beeindruckend.“ Das Unternehmen, das zum chinesischen Konzern China International Marine Containers (CIMC) in Shenzhen gehört, hatte im Februar 2013 mit dem Bau des Trailer-Werks in unmittelbarer Nähe zur A 8 begonnen.

Seitdem sind auf dem insgesamt 102.000 Quadratmeter großen Areal knapp 9.000 Quadratmeter Grundfläche für die Produktionsstätten, knapp 400 Quadratmeter für die Auslieferung und rund 900 Quadratmeter für das Verwaltungsgebäude bebaut worden. Das Hauptwerk umfasst neben den Produktionshallen einen rund 100 Meter langen Show-Balkon an der Stirnseite des Werks. Dort soll das Produktprogramm zukünftig sichtbar präsentiert werden. „Das Montagewerk ist sowohl architektonisch als auch funktional eine Visitenkarte“, fasst Geschäftsführer Marc Meylaers zusammen.

Mittlerweile sind die Bauarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Knapp 30 Millionen Euro hat der Trailerhersteller bislang investiert. Bis zum Abschluss der Bauphase im April 2014 werden auch die Außenanlagen errichtet sein. Diese umfassen unter anderem rund 300 Stellflächen für die auslieferungsbereiten Sattelauflieger. Der Trailerhersteller, der sich mit klimaneutralen Anhängern auf dem Markt etablieren möchte, hat unlängst sogar ein zweites Werk in Günzburg angemietet, in dem Kühlfahrzeuge hergestellt werden sollen.

Nach einer zweimonatigen Testphase will die Firmengruppe im April mit der Serienfertigung beginnen. Dann sollen von Günzburg aus jährlich mehrere tausend Einheiten in den Vertrieb gehen. Im neu gebauten Hauptwerk werden Planensattelauflieger sowie Wechselbrücken und Chassis für das Aufsetzen von Seecontainern gebaut. Im angemieteten zweiten Werk, den Hallen im Besitz der Alko-Gruppe, entstehen Kühlfahrzeuge.

In einem Spitzengespräch mit der Zentrale von CIMC Vehicles befragte der Rathauschef den Vorstandsvorsitzenden David Li nach den weiteren Expansionsplänen des Unternehmens. Li führte aus, dass mit Beginn der Produktion rund 80 Mitarbeiter von Neu-Ulm nach Günzburg ziehen. Längerfristig plant die Firmenleitung, weitere Fachkräfte zu beschäftigen. „Die Firmenleitung hält Wort. Das sind sehr gute Nachrichten für Günzburg“, sagte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der die Gelegenheit nutzte, mit einigen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen, die bereits Anfang Januar nach Günzburg gekommen waren.

Der OB betonte: „Hier ist unter Hochdruck etwas Großes entstanden. Das Trailerwerk wertet Günzburg als Wirtschaftsstandort auf und bietet vielen Menschen neue qualifizierte Arbeitsplätze.“ Marc Meylaers seinerseits sparte nicht mit Lob für die Stadt-Verwaltung: „Hier in Günzburg wird absolut professionell und lösungsorientiert gearbeitet. Man spürt, dass Unternehmen in Ihrer Stadt willkommen sind.“ Nach Eingang des Bauantrags hatte die Stadtverwaltung innerhalb von drei Monaten Baurecht für das Großprojekt geschaffen.

CIMC Silvergreen gehört zur internationalen CIMC Gruppe. Die Muttergesellschaft CIMC ist ein chinesisches börsennotiertes Unternehmen und beschäftigt weltweit mehr als 60.000 Mitarbeiter. International bekannt ist der Konzern insbesondere als Weltmarktführer für ISO-Container für den kombinierten Schiffs-, Bahn- und Lkw-Verkehr sowie als weltgrößter Hersteller von Lkw-Anhängern und Sattelaufliegern. Darüber hinaus gehört CIMC zu den führenden Anbietern von Großtanks für die Getränkeindustrie, Drucktanks für Gase sowie für Fluggastbrücken für Flughäfen. CIMC Silvergreen wurde 2010 in Ulm gegründet und beschäftigt derzeit 80 Mitarbeiter. Zuletzt erhielt CIMC Silvergreen zwei Umweltpreise: den Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit 2014 und den zweiten Platz beim Wettbewerb der europäischen Union „World you like Challenge“.
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