Bezirkskrankenhaus Günzburg entwickelte gemeinsam mit Theater Ulm eine „musikalische Schocktherapie“
Günzburg: Bezirkskrankenhaus | Eine „musikalische Schocktherapie“ nennt Michael Sommer, Dramaturg am Ulmer Theater, sein Stück „nutters“. „nutters“ lief seit Oktober 2010 bereits mehrfach erfolgreich am Theater Roxy in Ulm und wurde insbesondere von Schulklassen gut besucht und kontrovers diskutiert – das Stück greift ein Thema auf, das oftmals noch tabuisiert wird. Im Mittelpunkt steht ein Mädchen, dessen Mutter an einer Bipolaren Störung leidet. In welcher besonderen Situation diese Kinder und Jugendlichen sind, weiß man bei FIPS, der Beratungsstelle für Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil am Bezirkskrankenhaus Günzburg, besonders gut. Deren Leiterin Susanne Kilian sowie weitere Fachleute am Bezirkskrankenhaus ließen ihr Wissen in das Projekt mit einfließen – „nutters“ wurde in Zusammenarbeit von Theater Ulm und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus Günzburg entwickelt.
Nun ist die Produktion auch in Günzburg zu sehen. Am Donnerstag, 14. April, 15 Uhr wird Regisseur Michael Sommer mit seinen beiden Darstellern Eva Ellerkamp und Simon Reimold, in den Festsaal des Bezirkskrankenhauses, Ludwig-Heilmeyer-Strasse 2, kommen. Der Spielort soll auch dazu einladen, dass die Besucher sich ein eigenes Bild einer psychiatrischen Klinik machen können und damit eventuell Vorurteile abgebaut werden. Da die Platzzahl begrenzt ist, wird um eine Anmeldung möglichst per E-Mail unter simone.woerner@bkh_guenzburg.de gebeten.
ände gut, alles gut. Mit heiler Haut durchs Berufsleben“ lautete das Motto einer Hautschutzkampagne am Bezirkskrankenhaus Günzburg. Im Mittelpunkt bei der Informationsveranstaltung standen Gefährdungen und Belastungen der Haut am Arbeitsplatz und in der Freizeit. Ziel war es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu informieren und auf die Notwendigkeit hinzuweisen, gefährdungsabhängig den Hautschutz konsequent zu beachten und eine regelmäßige Hautpflege zu betreiben.
Die Aktion war Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements, initiiert von der Gruppe „Morgen ist Heute – Gesundheitsförderung am BKH Günzburg“. Zur Unterstützung waren auch der Vertreter des Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes und Mitarbeiter einer betreuenden Firma für Hautschutz- und Desinfektion vor Ort.
Im Krankenhaus haben die Hygienevorschriften eine besonders hohe Priorität. Die Haut wird deshalb durch das Tragen von Handschuhen ebenso belastet wie durch häufiges Waschen und Desinfizieren. Beides entfernt den schützenden Wasser-Fett-Film von der Hautoberfläche. Die Haut wird rau und rissig, Allergien, Ekzeme und Infektionen drohen und können im schlimmsten Fall auch zur Berufsunfähigkeit führen, so Dr. Hannelore Moser, Betriebsärztin am Bezirkskrankenhaus.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit zu einer kostenlosen Hautanalyse und Beratung. Es konnten Feuchtigkeits- und Fettgehalt der Haut gemessen werden. Sehr oft ergab sich, dass die Haut zu trocken war und mehr Schutz und Pflege bedurfte. An zwei anderen Geräten konnte die Vollständigkeit der Handeincremung mit einem Pflegemittel überprüft werden. Jeder Teilnehmer konnte sich im persönlichen Gespräch fachkompetent beraten lassen; hierbei kamen alle Themen rund um das Thema „Haut“, wie zum Beispiel auch „Hautkrebs“ durch Solarien und Freizeitgestaltung“ zur Sprache. Ausreichendes Infomaterial wurde ebenso gerne mitgenommen wie auch kostenlose Proben für Desinfektion, Schutz und Pflege. Fazit: der Hautschutztag war ein voller Erfolg und wird sicherlich, auch im Sinne der Nachhaltigkeit, eine Wiederholung finden.

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