Aufbau von Helferkreisen rund um die Asylunterkünfte läuft auf Hochtouren

Kennenlernen Bubesheim
Günzburg: Landkreis | Seit August diesen Jahres wurden im Landkreis Günzburg mit Hilfe der Ehrenamtskoordinationsstelle sechs neue Helferkreise aufgebaut. Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor ungebrochen.

Bürger aus Offingen, Waldstetten, Bubesheim, Ursberg, Haldenwang und Mönstetten wollen sich im Asylbereich engagieren und haben sich jeweils bei einem gemeinsamen Treffen zu Arbeitsgruppen zusammengeschlossen.
Hilfreiche Unterstützung für Asylbewerber durch Ehrenamtliche betrifft schwerpunktmäßig vier Bereiche: Deutschunterricht, Hausaufgabenbetreuung für Kinder, Alltagsbegleitung und Freizeitangebote. Eine weitere Rubrik ist gedacht für Helfer, die sich zeitlich nicht so ganz festlegen können, aber gerne sachbezogen und sporadisch helfen wollen.

Nach der ersten Organisation der Arbeitsgruppen laden die Helferkreise zu einem Kennenlerntreffen ein. Dabei bringen alle Beteiligten ihren Beitrag an Kulinarischem. Es entsteht ein leckeres Buffet und bei Kaffee und Kuchen können sich die Asylbewerber und die Helfer kennen lernen und erste Kontakte knüpfen.

Die Liste der Ehrenamtlichen im Asylbereich im Landkreis ist lang und umfasst derzeit 400 Helfer, die bei der Ehrenamtskoordinationsstelle gemeldet sind. Auch die Bürgermeister sind sehr engagiert und unterstützen die Helfergruppen vor Ort. Die Intensität des Engagements zeigt sich beispielhaft daran, dass eine geplante Weihnachtsfeier für die Helfer nicht stattfinden kann, weil viele Ehrenamtliche aus zeitlichen Gründen wegen anderer Termine abgesagt hatten.

Helferkreise im Asylbereich wollen mit Qualität und Konzeption an die Arbeit und die Unterstützung von Asylbewerber herangehen. Auch Helfen will gelernt sein. Unter diesem Motto treffen sich interessierte Ehrenamtliche und lassen sich Tipps und Anregungen zum Einsatz in den Unterkünften geben.
Deutschunterricht findet durchschnittlich bis zu zweimal die Woche statt, dort unterrichten meist pensionierte Lehrkräfte und Hilfslehrer, die nach einem kurzen Frontalunterricht in Kleingruppen das Gelernte vertiefen und

sprechen üben. Auch die typisch deutschen Gewohnheiten und Regeln werden dabei vermittelt. Wie verhalte ich mich beim Arzt, auf der Bank, in der Schule? Sprachunterricht ist damit auch Landeskunde und Integrationsarbeit.
Hausaufgaben- und Kinderbetreuung nimmt sich der Schul- und Kindergartenkinder an. Die Kinder sollen schnell integriert werden und dazu brauchen sie viel Zuwendung und Unterstützung bei den Hausaufgaben und beim Erwerb der deutschen Sprache. Auch Kinderspiele und Denksportaufgaben gehören zu den Treffen und fördern das Sprachvermögen.
Alltagsbegleitung ist inhaltlich als Starthilfe zu verstehen. Wo bekomme ich Reis her? Wie bediene ich eine deutsche Waschmaschine? Wie sind die Verkehrsregeln in Deutschland, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin? Wie ist das Nahverkehrsnetz zu verstehen? Wo ist der nächste Doktor? Diese und viele weitere Inhalte gilt es, den Asylbewerbern zu vermitteln.
Freizeitgestaltung ist ein wichtiger Bestandteil der Helferarbeit. Der Alltag der Asylbewerber ist von Langeweile, Monotonie und dem ungewissen Warten auf die Entscheidung über den Asylantrag geprägt. Es wird versucht diese Langeweile und die Monotonie über sportliche, musische, kreative Angebote zu durchbrechen und am Leben der Unterbringungsgemeinden teilzunehmen. In diesem Bereich engagieren sich häufig auch die örtlichen Vereine.. Ein Probetraining anzubieten, oder jemanden im Chor mitsingen zu lassen sind gute Angebote!
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