100 Prozent Ökostrom für Günzburg - Stadt schließt Vertrag mit Erdgas Schwaben

Die Stadt Günzburg wird ihren Strombedarf ab 2014 zu 100 Prozent mit Ökostrom abdecken. Der Stadtrat hat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Mit dem Votum wurde Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ermächtigt, einen Liefervertrag für die kommenden vier Jahre mit Erdgas Schwaben abschließen.
Entgegen der bisherigen Belieferungen mit dem üblichen Strommix und 50 Prozent Ökostromanteil wird ab dem kommenden Jahr ausschließlich Ökostrom in den städtischen Liegenschaften verbraucht werden. „Mit dieser neuen Festlegung wollen wir ein deutliches Signal in Richtung Umstieg auf umweltfreundlich erzeugten Strom in Günzburg setzen“, sagt Gebäudemanager Friedrich Bobinger.
Die künftigen Verbrauchskosten werden ab 2014 sogar nicht einmal höher als der bisherige Bezug von konventionellem Strom. Schon vor Beginn der Ausschreibung erhofften wir das bisherige Preisniveau zu halten. „Dass nun Angebote zum Zuge kommen, die sogar Minderkosten zum derzeitigen Strompreis verursachen, ist höchst erfreulich und zeigt, dass Ökostrom konkurrenzfähig am Markt angeboten wird“, stellt Bobinger fest.
Bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus verwies der OB auf die Vorbildfunktion der Stadt, weswegen bei der europaweiten Ausschreibung Ökostrom eine zwingende Vorgabe war. Alle städtischen Gebäude, Anlagen und die Straßenbeleuchtung werden demnach zukünftig mit umweltverträglich produziertem Strom versorgt. Für die Vertragslaufzeit wurde ein Festpreis vereinbart.
Mit dem neuerlichen Abschluss mit Erdgas Schwaben setze die Stadt eine erfolgreiche Partnerschaft fort, betonte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Bisher hatte die Stadt Günzburg ihren Strom von den Lechwerken bezogen.
Nun sei die Vergabe neu ausgeschrieben worden. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist hatten acht Firmen die Angebotsunterlagen angefordert. Davon gaben drei Firmen ein Angebot ab und konnten gewertet werden. „Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, sagte der OB. Letztlich lag das Angebot von Erdgas Schwaben knapp vorne, berichtet Gerhard Jauernig.
Der Rathauschef betonte, dass Energieeffizienz das große Thema in den kommenden Jahren bleiben werde. „Noch grüner ist der Strom, den wir sparen können“, so Jauernig.
Auch bei den Stadtwerken ist der bisherige Stromliefervertrag ausgelaufen. Deshalb musste die Stromlieferung für die Betriebsstätten der Stadtwerke ebenfalls neu ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung ergab als günstigsten Bieter die Lechwerke AG. Die Stadtwerke beziehen somit ebenso künftig 100 Prozent Ökostrom. Auch für den Bereich der Stadtwerke konnten durch die Ausschreibung niedrigere Strombezugspreise erzielt werden.
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