Zukunftsweisendes Wohnen – Agenda-Preis 2008 für Passiv-Erdhaus
Der Arbeitskreis Bauen, Wohnen und Energie der Lokalen Agenda 21 Günzburg vergibt zum vierten Mal den Agenda-Preis für energetisch vorbildliches Bauen und Wohnen. Den Preis erhält Michael Hartl als Bauherr eines Passiv-Erdhauses in Günzburg.
„Als Kommune kann die Stadt Günzburg mittlerweile einige gelungene Beispiele moderner Energiepolitik aufweisen, sei es das Biomasse-Heizwerk in Zusammenarbeit mit dem Landkreis zur Versorgung mehrerer Schulen und kommunaler Gebäude, die fortschreitende Sanierung von Wohngebäuden der Stadtbau Günzburg u.a. mit Wärmedämmung, das Kommunale Energiemanagement für städtische Liegenschaften oder die Grundschule Südost im Passivhaus-Standard“, verweist Oberbürgermeister Gerhard Jauernig auf einige der städtischen Aktivitäten.
Dass auch private Bauherren sich für die Umwelt und eine bewusste Energiepolitik ins Zeug legen, möchte der Agenda-Arbeitskreis mit seiner Auszeichnung ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken: „Denn Nachahmer für sinnvollen Umgang mit Energie können nur gefunden werden, wenn solche Objekte auch bekannt gemacht werden“, ist Werner Hensel, Sprecher des Arbeitskreises Bauen, Wohnen und Energie überzeugt.
Die Preiswürdigkeit des Objektes kann man ganz einfach auch mit den Worten des Passivhaus-Pioniers und Konstrukteur des Passiv-Erdhauses, Herrn Robert Sengotta, mit ‚ genial einfach‘ bzw. einfach genial umschreiben: Passivhäuser gibt es ja bereits mehrere in Günzburg, die meisten sind konzipiert mit technischer Notheizung wie Abluftwärmepumpe oder Pelletsofen; im Erdhaus ist keine Heizung vorgesehen. Auch der vorhandene Ethanol-Ofen wird mit nur ein paar Litern Ethanol im Jahr gespeist; für Warmwasser ist auf der Südseite eine solarthermische Anlage untergebracht, die gesamte Technik ist sehr robust, damit wartungsarm und auf Dauer entsprechend günstig.


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