Landratsamt teilt mit: Überschwemmungsgebiet der Mindel wird amtlich festgesetzt

Das Landratsamt beabsichtigt, das Überschwemmungsgebiet der Mindel „amtlich festzusetzen“. Ab 4. April 2016 läuft das offizielle Beteiligungsverfahren. Betroffen sind alle Anliegergemeinden an der Mindel im Landkreis Günzburg.

Bereits 2007 hatte das Landratsamt Günzburg in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth Karten der überfluteten Bereiche in einzelnen Mindeltalgemeinden veröffentlicht und die Betreiber von Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen auf notwendige Maßnahmen hingewiesen. 2009 hatte das Landratsamt dann in allen Mindeltalgemeinden des Landkreises aufgrund der vom Wasserwirtschaftsamt erstellten Überschwemmungskarten eine „vorläufige Sicherung des Überschwemmungsgebietes verfügt. Ausgangspunkt dieser amtlichen Bekanntmachungen ist ein Hochwasser, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt („100-jährliches“ Hochwasser, „HQ 100“).

Als Folge der vorläufigen Sicherung bzw. der geplanten amtlichen Festsetzung bedürfen insb. Bauvorhaben und Geländeveränderungen im Überschwemmungsgebiet einer wasserrechtlichen Genehmigung. So sollen bauliche Fehlentwicklungen und Hochwassergefahren - insb. auch für die Bauherren selbst - vermieden werden. Im festgesetzten Überschwemmungsgebiet sind auch Anforderungen und Prüfpflichten für Öltanks und andere Anlagen für wassergefährdende Stoffe zu beachten.

Wurden die Hochwasserschutzprojekte berücksichtigt?

• Im Bereich Offingen wurde die Umgehungsstraße gebaut, die Einfluss auf die Hochwasserverhältnisse hat. Die Veränderungen der Hochwassersituation haben sich in den aktualisierten Überschwemmungskarten niederschlagen.

• Das Rückhalteprojekt in Balzhausen/Ursberg ist begonnen, aber noch nicht fertiggestellt. Andere Projekte (z. B. im Bereich Burtenbach) sind in unmittelbarer Vorbereitung. Diese Projekte beeinflussen im Moment das Hochwassergeschehen noch nicht und fanden deshalb bei der Festsetzung des Überschwemmungsgebietes noch keine Berücksichtigung. Wenn sich das Hochwassergeschehen durch die Projekte ändert, muss das amtliche Überschwemmungsgebiet angepasst werden.

Ab 4. April 2016 läuft die Bürgerbeteiligung. Dann liegen bei der Gemeinde Ursberg, in der Verwaltungsgemeinschaft Thannhausen, beim Markt Neuburg a. d. Kammel, beim Markt Burtenbach, beim Markt Jettingen-Scheppach, der Gemeinde Kammeltal, der Stadt Burgau, der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang und der Verwaltungsgemeinschaft Offingen ein Verordnungsentwurf und die zugehörigen Planunterlagen einen Monat lang aus. Einwendungen können bei den genannten Verwaltungen oder beim Landratsamt Günzburg spätestens bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden.

Die amtliche Bekanntmachung, die Karten des Überschwemmungsgebietes und weitere Infos sind im Internet unter www.landkreis-guenzburg.de, Auswahl Aktuelles/Veröffentlichungen/Bekanntmachungen abrufbar.
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1 Kommentar
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 04.04.2016 | 18:42  
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