Kreissieger stehen fest
Kissendorf und Remshart sind Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“.
Zwei Tage war die Bewertungskommission unter der Leitung von Kreisfachberater Josef Stocker vom Landratsamt unterwegs. Für die Konkurrenz hatten sich fünf Orte angemeldet. „Und alle versuchten sich von ihrer schönsten Seite zu zeigen“, so Josef Stocker. Nach der neuen Ausrichtung des Wettbewerbs steht aber auch die Zukunftsausrichtung ganz im Vordergrund. Und hier waren neben der Gemeinde selbst, vor allem die Bürgerinnen und Bürger und die Vereine gefragt. „Es ist schon beachtlich, was die Vereine und Organisationen in den Dörfern alles bewegen“, freute sich Hans Joas, der Kreisvorsitzende für Gartenbau und Landespflege. Auf Kreisebene werden die teilnehmenden Orte in zwei Gruppen unterteilt. In der unter 600 Einwohnern beteiligten sich Harthausen und Remshart, während Ellzee, Kissendorf und Rettenbach bei den größeren Orten konkurrierten. In dieser Gruppe konnte sich Kissendorf knapp durchsetzen und wurde von der Kommission zur Kreissieger erklärt. Kissendorf überzeugte beim Rundgang im Besonderen durch seine Leistungen im sozialen und kulturellen Bereich. Alt und Jung arbeiten aktiv am Gemeinschaftsleben im Ort mit. Kommissionsmitglied André Heichel als Vertreter des Kreisjugendrings war begeistert: „Von der Krabbelgruppe im alten Kindergarten über Mittagsbetreuung mit kostengünstigem Essen bis zur Jugendorganisation ist alles vorbildlich geregelt.“ Beeindruckt war die Kommission aber auch von den vielen Projekten, die vor allem der Gartenbauverein im Ort verwirklichte. Bepflanzungen, Platzgestaltungen, Weiherumgestaltung und ganz neu die Bereicherung des Schulhofs durch die Anlage des kleinen „Naturerlebnisgartens“. Bei den kleineren Orten machte Remshart das Rennen. „Die vor einigen Jahren abgeschlossene Dorferneuerung hat den Ort sehr positiv verändert“, darin waren sich die für Bauentwicklung zuständigen Bewerter Manfred Müller vom Landratsamt und Kreisheimatpfleger Karl Bader einig. Die Gestaltung der Ortsstraßen ist mustergültig, sie sind dem Bedarf angemessen und unterstreichen den dörflichen Charakter des Ortes, so auch Ottmar Frimmel von der Unteren Naturschutzbehörde. Dabei wurden auch die Probleme in der Ortsmitte deutlich. Es müsste dringend eine Lösung gefunden werden, was mit der alten Schule und der alten Gaststätte geschieht. Über die sehr aktive Bürgerschaft freute sich aber wieder Maria Sauter vom Amt für Landwirtschaft und Forsten beim Rundgang. Die anderen Teilnehmer hätten sich durchaus auch gut präsentiert, fasst Josef Stocker zusammen. Schade, dass sich nur fünf Orte beteiligt haben. Durch den Wettbewerb werden die Bürger angeregt, sich mit dem eigenen Dorf zu beschäftigen. Man erkennt die Werte in der Baustruktur und bei der Grüngestaltung und überlegt sich, wie es in Zukunft weitergehen soll. Das ist das eigentliche Ziel des Wettbewerbs.
Im Spätherbst werden alle Teilnehmer zu einer Abschlussfeier eingeladen.




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