Haus in Deffingen gewinnt Agenda-Preis 2013

Die Auszeichnung 2013 für energetisch vorbildliches Bauen überreichte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig an Ramona und Bernhard Fasold. Mit ihnen freuen sich (von links) Agenda-Beauftragte Christine Hengeler, Werner Hensel (AK-Sprecher) und Umweltreferent Stefan Baisch. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.

Lokale Agenda 21 vergibt zum neunten Mal Preis für energetisch vorbildliches Bauen und Sanieren



Günzburg. Die Gewinner des Agenda-Preises 2013 stehen fest. Der Arbeitskreis Bauen, Wohnen und Energie der Lokalen Agenda 21 hat Ramona und Bernhard Fasold für die energetische Sanierung ihres Wohnhauses in Deffingen ausgezeichnet. Bei einer Besichtigung vor Ort nahmen Vertreter des Agenda-Arbeitskreises sowie Oberbürgermeister Gerhard Jauernig das Wohnhaus in Augenschein.

Den Anstoß zur Sanierung hatte die geplante Erweiterung der Einliegerwohnung gegeben. Die Familie Fasold beschloss, das große Wohnhaus aus den sechziger Jahren mit Hilfe eines professionellen Energieberaters energetisch zu sanieren. Dadurch entspricht das gesamte Gebäude heute dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 85.

25 Zentimeter starkes Wärmedämmverbundsystem

Im Verlauf der Bauarbeiten wurden sämtliche Fenster und Türen ausgetauscht und durch dreifach verglaste Fenster ersetzt. Daneben ließ das Ehepaar Fasold die obere Geschossdecke mit einer 55 Zentimeter starken Dämmung abdichten und ein 25 Zentimeter starkes Wärmedämmverbundsystem an der Außenfassade anbringen. Zudem wurde eine zentrale Lüftungsanlage zur Wärmerückgewinnung eingebaut.

Für wohlige Wärme sorgt seit dem Umbau ein Kachelofen mit Wassertaschen. Für das kommende Jahr ist außerdem geplant, einen Heizungsherd mit Warmwassertasche zu ergänzen, um so den Primärenergieverbrauch durch Holz nochmals um knapp die Hälfte zu senken. Die Gesamtmaßnahme wurde mit 25.000 Euro Zuschuss von der KfW wurde Maßnahme umgesetzt.

Seit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten verbraucht das Wohnhaus trotz deutlich erhöhter Wohnfläche nur noch ein Viertel des ursprünglichen Erdgasbedarfes. „Knapp 70 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs können wir jetzt einsparen“, erklärt Bernhard Fasold. „Die Mehrkosten, die uns durch die Sanierung entstanden sind, werden sich bereits nach 13 Jahren amortisiert haben.“

OB: „Bewundernswert und sehr erfreulich“

Bei der offiziellen Übergabe des Energie-Preises im Haus der Familie Fasold lobte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die erfolgreiche Altbausanierung, bei der die gesamte Familie Fasold ordentlich mit Hand anlegte. „Es ist bewundernswert und sehr erfreulich, dass immer wieder Bauherren den Mut und die Initiative aufbringen, bereits vorhandene Bausubstanz zu sanieren. Das Wohnhaus lässt in Sachen Wohnkomfort keine Wünsche offen“, so der Rathauschef.

Auch die Vertreter der Lokalen Agenda 21 zeigten sich angetan: „Unser Motto lautet seit vielen Jahren ‚Erst dämmen, dann heizen‘“, erklärte der Sprecher des Arbeitskreises Bauen, Wohnen und Energie, Werner Hensel. Im Haus der Fasolds wurde die energetische Sanierung mit der Aufwertung des Wohnraumes verbunden und so ein ansprechender Innenraum geschaffen, so Hensel. „Objekte wie das Ihre benötigen Öffentlichkeit und Nachahmer. Nur so kann es gelingen, Günzburgs Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren.“ Objekte, die den Agenda-Preis erhalten, sollen – so die Ausschreibungsrichtlinien – „vorbildlich oder innovativ sein und über die gesetzlichen Erfordernisse hinausreichen.“

Auch Stadt leistet Beitrag

Mit dem jetzt beschlossenen Klimaschutzkonzept für die Stadt Günzburg, den städtischen Bauten ausnahmslos in Passivhaus-Bauweise, der energetischen Sanierung des Rathauses sowie Teilen der Maria-Theresia-Schule und der energetischen Modernisierung der Stadtbau-Wohnungen (mittlerweile 37 Prozent) leistet auch die Stadtverwaltung seit einigen Jahren einen Beitrag zur nachhaltigen Energiereduzierung und -erzeugung in Günzburg.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2014
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