Engagement für den Fledermausschutz

Mopsfledermaus (Foto: Rudolf Zahner)
Bayern ist Fledermausland, wie erst kürzlich Umweltministerin Scharf bemerkte. Es sind allein 24 Fledermausarten in Bayern nachgewiesen. So wurde im Landkreis Günzburg beispielsweise die sehr seltene „Mopsfledermaus“, die Jahrzehnte verschwunden war, wiederentdeckt.

Diese faszinierenden Tiere haben unterschiedliche ökologische Ansprüche an ihre Lebensräume, unterschiedliche Sozialstrukturen und Strategien zur Überwinterung. Fast alle Arten nutzen Wälder zur Jagd auf Insekten. Viele Arten suchen dort auch Tagesverstecke in Baumhöhlen oder Spalten am Holz, andere beziehen Quartiere in und an Gebäuden.

Der Erhalt und der Aufbau von Fledermauskolonien trägt wesentlich zur Artenvielfalt bei. Leider gehören die heimischen Fledermäuse zu der am stärksten bedrohten Art; ihre Zahl nimmt ab. Deshalb stand im Landkreis Günzburg bereits das vergangene Jahr im Zeichen des Fledermausschutzes. Mit verschiedenen Aktionen konnte die untere Naturschutzbehörde die faszinierende Lebensweise dieser kleinen Säugetiere der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.

Unterstützer der Günzburger Fledermausgruppe gesucht!

Mit der tatkräftigen Unterstützung ehrenamtlicher Helfer konnten bereits große Erfolge im Fledermausschutz erzielt werden. So wird im Landkreis Günzburg u.a. die jährliche Zählung in den Wochenstuben von Ehrenamtlichen durchgeführt, ebenso die Kontrolle der Winterquartiere in den Kellern und die Betreuung der zahlreich aufgehängten Fledermauskästen.

Jährlich wird das nachhaltige ehrenamtliche Engagement von Naturschützern in ganz Schwaben mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet. Dieses Jahr gehörten auch zwei Landkreisbürger zu den Preisträgern. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf würdigte kürzlich das vorbildliche Engagement von Wolfgang Haas, Günzburg und Jochen Stöcker, Aletshausen. Sie unterstützen in ihrer Freizeit schon seit vielen Jahren die Günzburger Fledermausgruppe. Mit dieser Auszeichnung erfährt ihr vorbildlicher Einsatz für unsere einheimischen Fledermäuse die notwendige Anerkennung und unser aller Dank.

Werden auch Sie aktiv und unterstützen diese Gruppe. Helfen Sie mit, dass unser Landkreis Fledermausland bleibt. Melden Sie sich bei der unteren Naturschutzbehörde (Telefon: 08221 95-307, Herrn Frimmel oder Herrn Schmid) und tragen so zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
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