Ein neuer Pavillon für die Städtischen Anlagen - Rotary spendet 20.000 Euro für Neubau

Mit einer großzügigen Spende hat sich der Rotary Club Günzburg an der Wiederherstellung des Pavillons in den Städtischen Anlagen beteiligt. (Von links) Bei einer symbolischen Scheckübergabe nahmen Stadtbaumeister Georg Dietze, der Präsident des Rotary Clubs Günzburg Torsten Klimmer, sein Amtsvorgänger Professor Gregor Antoniadis, Rotary-Mitglied und ausführender Zimmerer Erhard Uhl, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Stadtheimatpfleger Georg Linder und der Präsident des Unterstützervereins Rotary Ulrich Hi (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
Wenn das Günzburger Bürgertum im 19. Jahrhundert allsonntäglich durch die Städtischen Anlagen flanierte, dann war der große Pavillon inmitten des stattlichen Bürgerparks der Treffpunkt für die Lustwandler. Seit damals haben Witterung und Alter ihre Spuren hinterlassen; der Pavillon musste erneuert werden. Mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro hat sich der Rotary Club Günzburg an den Baukosten beteiligt. Bei einer symbolischen Scheckübergabe in den Städtischen Anlagen konnten die großzügigen Spender das Bauwerk erstmals begutachten.

„Wir sind begeistert, wie schön der neue Pavillon geworden ist“, betonte der Präsident des Unterstützervereins Rotary, Ulrich Hindelang. Der neue Pavillon weist nahezu die Originalabmessungen des historischen Vorgängers auf und ist wie dieser aus massivem Lärchenholz gefertigt. Sowohl die Holzkonstruktion als auch die Eindeckung des Daches mit Lärchenholzschindeln hat die Zimmerei Uhl aus Günzburg gebaut. Zudem spendeten die Zimmerei Uhl sowie die Spenglerei Röger jeweils 500 Euro für den Neubau.

Als Vorlage für den achteckigen Pavillon dienten historische Abbildungen um 1900. Diese halfen dabei, die senkrecht verlaufenden Lamellen der Holzkonstruktion originalgetreu nachzubilden. Aus Sicherheitsgründen konnte das historische Material nicht mehr verwendet werden. Das historische Firstholz konnte jedoch erhalten und wieder eingebaut werden. Um für zusätzliches Licht im Inneren des Pavillons zu sorgen, wird die Dachspitze aus Glas gefertigt. Das Glasoberlicht stellt die Schlosserei Heidbrink her; es wird in den nächsten Wochen eingebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 32.000 Euro.

„Der Neubau des Pavillons bildet den Abschluss der Gesamtmaßnahme“, freut sich Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. „Bald werden die Pflanzen austreiben und die Vögel ihre Nistplätze beziehen. Dann werden die Bürgerinnen und Bürger von Günzburg einen völlig veränderten Park vorfinden.“ Dieser werde die Lebensqualität in Günzburg weiter erhöhen und eine wichtige Rolle in der Naherholung einnehmen.

„Ob joggen, spazieren gehen, ein Buch lesen oder einfach nur verweilen – dem Stadtbauamt ist es gelungen, einen Ort mit echter Aufenthaltsqualität zu schaffen“, lobten auch der Präsident des Rotary Clubs Günzburg Torsten Klimmer und sein Amtsvorgänger Professor Gregor Antoniadis, der die finanzielle Beteiligung des Clubs anstieß. Architekt und Stadtheimatpfleger Georg Linder betonte: „Der Pavillon bildet das Herzstück der Anlage. Er hat das Potential, auch heute wieder zur zentralen Anlaufstelle innerhalb des Parks zu werden.“

Die Erneuerung des Holzpavillons ist Teil des Maßnahmenpakets zur Wiederherstellung der Städtischen Anlagen. In den vergangenen Monaten waren unter anderem das Wegenetz neu angelegt sowie verschiedenen Spiel- und Aufenthaltsbereiche errichtet worden. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Bürgerparks betragen etwa 400.000 Euro.
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