Der Landkreis kümmert sich um seine Bäume

Musste leider gefällt werden: Silberahorn (im Bild hinten links) an der Hauswirtschaftsschule Günzburg. Der Mehrfachzwiesel drohte auseinanderzubrechen. Ein Erziehungsfehler von früherer Jugend an.

Ein Ziel des Landkreises Günzburg ist es, die vielfältigen günstigen Wirkungen der Bäume zu nützen und zu erhalten: Sauerstoffproduktion, Filterung der Luft, Kühlung im Sommer und viele positive ökologische Wirkungen. Es soll aber auch die Sicherheit bei der Benutzung der Freiflächen gewährleistet sein. Seit mehr als fünf Jahren macht der Landkreis damit beste Erfahrungen. Es müssen zwar auch einige Bäume gefällt werden, aber die anderen können langfristig sicher und funktionsfähig gehalten werden.

Immerhin stehen auf den Grundstücken der Kreiseinrichtungen, wie Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern etwa 1000 Bäume, die vielen Exemplare entlang der Kreisstraßen nicht mitgerechnet. All diese Bäume müssen aber auch betreut werden. Es macht Sinn, junge und vor allem auch ältere Bäume zu pflegen, um sie langfristig zu erhalten. Grundlage dafür ist die Verkehrssicherungspflicht. Und dies ist auch durchaus kein Luxus, sondern eine rechtsverbindliche Aufgabe des Eigentümers, so die Aussage der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt.
In den letzten Jahren wurden von den Kreisgärtnern alle Bäume kartiert. Um dieser Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, werden alle Bäume zweimal jährlich kontrolliert. Der dafür geschulte Gärtner führt im belaubten und unbelaubten Zustand die sogenannte Sichtprüfung durch.
Der Kontrolleur prüft in der Regel vom Boden aus. Viele der Baumschäden, wie Totholz oder angebrochene Äste können so erkannt werden. Fallen dem Fachmann aber Wülste, Risse oder gar Pilzfruchtkörper auf, sind weitere Untersuchungen nötig. Er klopft beispielsweise den Stamm mit einem Gummihammer ab und kann mit dem geschulten Ohr hören, ob Hohlräume da sind. Letzte Sicherheit bringt dann ein Spezialbohrgerät, mit dem die Fäule im Bauminneren sichtbar gemacht werden kann.
Da alle Bäume registriert sind, können die Ergebnisse der Kontrollgänge auch dokumentiert werden. Probleme und Schäden vor allem an alten Bäumen können dann gleich beseitigt werden. Einfache Schnittmaßnahmen führen die Kreisgärtner selber durch, für schwierige Fälle werden Fachfirmen eingeschaltet.

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