Bürgermeister unterzeichnen Energiepakt

Gleich die erste Gelegenheit im neuen Jahr nutzte Landrat Hubert Hafner, um die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über das vom Freistaat Bayern geförderte CO2-Minderungsprogramm zu informieren. Dafür lud er Harald Kraus von der Regierung von Schwaben, zuständig für Rechtsfragen der Umwelt, zur ersten Bürgermeisterdienstbesprechung nach Ursberg ein. Kraus erläuterte den Bürgermeistern die geringinvestiven Maßnahmen, wie z.B. Energiemanagement, Maßnahmen zur baulichen und technischen Energieeinsparung sowie Beratung und Schulung von Gebäudeverantwortlichen, die vom Freistaat bezuschusst werden.
Im Anschluss forderte der Landrat seine Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur offiziellen Unterzeichnung des Energiepakts auf. Der basiert genau auf den vorgestellten Maßnahmen, zu denen sich die Bürgermeister beim letzten Bürgermeisterseminar selbst verpflichtet haben.
„Kerngedanke des Zusammenschlusses der Bürgermeister bzw. Kommunen ist es, den Klimaschutz gemeinsam von unten voranzubringen und schließlich als integrativen Bestandteil der kommunalen Planungsprozesse zu etablieren“, betonte Landrat Hafner und setzte damit ein klares Zeichen für die zukünftige energiepolitische Ausrichtung.
Die Vorteile die sich aus dem Beitritt zum Energiepakt ergeben, sind im Wesentlichen die Unterstützung durch den Landkreis, der Erfahrungsaustausch unter den Städten und Gemeinden und nicht zuletzt der gemeinsame Weg zu einer effizienteren klimaschonenden Region. Für den Kreis und seine Kommunen bedeutet dies die Möglichkeit, unter einem „Markenzeichen“ zu handeln und die Arbeit mit anderen Akteuren und Interessensträgern effizient zu koordinieren.
Der Bürgermeister der Gemeinde Winterbach und Koordinator des „Energiepakt Landkreis Günzburg“ wertet das Ergebnis der teilnehmenden Städte, Märkte und Gemeinden als großen Vertrauensbeweis. „Nicht 6 aus 39, sondern 29 teilnehmende Kommunen aus 34 im Landkreis können sich sehen lassen“ so Oberschmid scherzhaft. Zugleich gab er die weiteren Aktivitäten bekannt. Für die Energiebeauftragten und Bürgermeisterkollegen wird ein „Energieseminar“ vorbereitet. Der jährliche Erfahrungsaustausch wird dann wieder beim nächsten turnusmäßigen Bürgermeisterseminar stattfinden.
Die Regionalmarketing Günzburg GbR – Wirtschaft und Tourismus, die an diesem Projekt ebenfalls beteiligt ist, sicherte Unterstützung beim Aufbau einer Internetseite für den Energiepakt zu.
Auch der Oberbürgermeister der Stadt Günzburg, Gerhard Jauernig betonte: „Die Energiewende wird sich langfristig vollziehen. Es ist jedoch leichter, bei einem kleinen Schiff die Richtung vorzugeben, als einen großen Dampfer umzusteuern. Vor allem dann, wenn sich das Schiff bereits in die richtige Richtung bewegt. Die Energieversorgung in Günzburg ist seit vielen Jahren von Nachhaltigkeit und Umweltschonung geprägt.“ Mit dem jetzt beschlossenen Energiepakt verfolge man diesen Weg weiter. Denn: „Die Energiewende gelingt nur, wenn sie vor Ort umgesetzt wird“, so der Rathauschef weiter.
Aufbauend auf dem integrierten Klimaschutzkonzept wird der Landkreis Günzburg bei der Regierung von Schwaben einen Antrag zur Förderung für den „european energy award“, als Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für die im Konzept erarbeiteten Maßnahmen stellen.

Info:

Der Freistaat Bayern unterstützt im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms vor allem bayerische Kommunen bei der Durchführung von Maßnahmen, die eine Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-(CO2)-Emissionen ihrer Liegenschaften zum Ziel haben.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.